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    Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Philipp am Do Jun 21, 2012 7:37 am

    Nicht bei mir, nein. Wink

    Es ging mir nur um die ewig lange Off-Topic-Diskussion.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Chrisilette am Do Jun 21, 2012 8:05 am

    Halte durch, Phil!
    Sonne schrieb:Wie aber gut zu erkennen ist, ist eben, dass dein Toleranzbereich wohl enger ausfällt.
    Ja und Nein. Ich vermiese keinem Fleischesser sein Essen, indem ich ihm in den Teller spucke oder ihn mit "Mörder" tituliere, sowas ist in Gesellschaft kontraproduktiv. Aber ich habe noch soviel Anspruch an mich und meinen Partner, dass ich mir keinen Suche, dessen Fleischverzehr ich mir lebenslang und gebetsmühlenartig mit hanebüchenen Argumenten schönreden muss.

    Womit wir beim Thema wären.

    Speziell nach einer Veganerin Ausschau zu halten ist vielleicht gar nicht unbedingt nötig. Man merkt ja recht schnell wie jemand so tickt und mit der Fleischfrage umgeht. Wenn ich vor 10 Jahren einen veganen Freund kennengelernt hätte, und wir wären ein Paar geworden, wäre ich wahrscheinlich damals schon vegan geworden.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Popeye am Do Jun 21, 2012 9:00 am

    Sonne schrieb:Kann ein religiöser Mensch mit jemandem zusammen sein, der sich nicht dafür interessiert ob das Universum durch Gott entstanden ist oder in der Nussschale steckt? Ich kann aus Erfahrung sagen: ja!
    Kann ein politisch interessierter Mensch mit jemandem zusammen sein, der sei Interesse nicht teilt? Ich kann wieder aus Erfahrung sagen: ja, ich kenne soche Paare.
    Kann ein sich vegetarisch/vegan ernährender Mensch mit jemandem zusammen sein, der dennoch gerne Fleisch ist (wissentlich der Erzeugungsumstände oder unwissentlich)? Ich sage: Ja!
    Dazu muss der Einzelne nur einfach etwas Toleranz für die jeweils andere Lebensauffassung aufweisen.

    Das ist alles schön und gut, aber viele hier haben eine ganz andere Sichtweise. Es gibt auch religiöse Menschen, die nicht mit einem Atheisten zusammen sein könnten. Und Religion ist etwas Anderes. Hier geht's nicht um den Glauben, nicht um das Denken, nicht um die Weltanschauung, sondern um die Taten der Anderen! Oder kennst du Christen, die mit einem Mörder zusammen sind, obwohl der Mörder gegen eins der 10 Gebote verstößt, also eine Todsünde begeht? Dasselbe gilt für die anderen Beispiele. Mit Toleranz hat das Ganze wenig zu tun. Sonst könnte man auch irgendwelche Serienkiller tolerieren, weil man "nur einfach etwas Toleranz für die jeweils andere Lebensauffassung aufweisen" möchte. Ich habe z.B. Freunde, die keine VeganerInnen sind, toleriere aber nicht ihr Konsumverhalten, sondern dulde es nur, denn "Tolerieren" würde in dem Fall "Gutheißen" bzw. "nichts dagegen haben" bedeuten.


    Zuletzt von Popeye am Do Jun 21, 2012 9:05 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Philipp am Do Jun 21, 2012 9:04 am

    OK, Leute. Noch ein Beitrag der nicht zum Thema gehört und ich mache hier zu.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Chrisilette am Do Jun 21, 2012 10:09 am

    Moment mal, ich hab hier noch keinen Beitrag gelesen, der nichts mit dem Thema "Welche Rolle spielt Veganismus in der Partnersuche?" zu tun hat. Suspect
    Bei so einem Thema sind Diskussionen zu erwarten.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Holger am Do Jun 21, 2012 10:16 am

    Zur Erklärung, diesen Thread hatte ich gerade eben von einem anderen abgetrennt:
    http://veganstrength.forumieren.com/t1066-wie-lernt-ihr-vegane-frauen-kennen

    Dort war's OffTopic. Aber hier dürft ihr jetzt natürlich ungehemmt weiterdiskutieren! Solange der Umgangston dabei vernünftig bleibt.


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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Chrisilette am Do Jun 21, 2012 10:22 am

    Holger schrieb:Zur Erklärung, diesen Thread hatte ich gerade eben von einem anderen abgetrennt:
    http://veganstrength.forumieren.com/t1066-wie-lernt-ihr-vegane-frauen-kennen?
    Ist mir schon aufgefallen! rofl
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Sonne am Fr Jun 22, 2012 3:02 am

    Hey Popeye,
    Popeye schrieb:Es gibt auch religiöse Menschen, die nicht mit einem Atheisten zusammen sein könnten. Und Religion ist etwas Anderes. Hier geht's nicht um den Glauben, nicht um das Denken, nicht um die Weltanschauung, sondern um die Taten der Anderen!

    Also nach der Beschreibung, wie einige hier ihren Veganismus beschreiben, kann dieses sehr wohl als Weltanschauung tituliert werden, meinst du nicht auch? Daher ist es vergleichbar mit Religion, da diese ebenfalls eine Weltanschauung ist, eben nur mit transzendentem Bezug.
    Popeye schrieb:
    Oder kennst du Christen, die mit einem Mörder zusammen sind, obwohl der Mörder gegen eins der 10 Gebote verstößt, also eine Todsünde begeht?

    Nur der Korrektheit wegen: MOrd ist keine der sieben Todsünden. Es ist ein Verstoß gegen eines der 10 Gebote. Und ja, ich kenne solche Christen. Das nennen die Vergebung. Wink
    Popeye schrieb:
    Dasselbe gilt für die anderen Beispiele. Mit Toleranz hat das Ganze wenig zu tun. Sonst könnte man auch irgendwelche Serienkiller tolerieren, weil man "nur einfach etwas Toleranz für die jeweils andere Lebensauffassung aufweisen" möchte.

    Halt Moment! Diese Verallgemeinerung ist nicht zulässig. Es geht hier nämlich nicht um Serienkiller. Die Argumentation wäre - wenn überhaupt - nur dann zulässig, wenn
    a) du Menschen mit Tieren zu 100% gleichsetzt (Mord) (was aber auch nicht alle VeganerInnen teilen würden) und
    b) die PErson auch wirklich das Tier getötet hat.
    In den meisten Fällen ist es lediglich eine Akzeptanz der Tatsache, dass Fleisch vom toten Tier kommt. Das ist mit Mord eindeutig falsch assoziiert.
    Eine passive Aktion (Duldung) ist nicht mit einer aktiven (Serienkiller) gleichzusetzen.
    Popeye schrieb:
    Ich habe z.B. Freunde, die keine VeganerInnen sind, toleriere aber nicht ihr Konsumverhalten, sondern dulde es nur, denn "Tolerieren" würde in dem Fall "Gutheißen" bzw. "nichts dagegen haben" bedeuten.

    Toleranz kommt von lateinisch tolerare, was erdulden/dulden heißt. Du tauscht also hier nur ein weiße gegen ein braunes Ei - es bleibt ein Ei. Tolerieren heißt eben nicht gutheißen. Für mich ist es wichtig auch noch zu betonen, dass tolerieren etwas mit respektieren zutun hat. Ich respektieren den anderen in seiner Menschlichkeit indem ich ihn seinen eigenen Willen zugestehe. Kann ich das nicht, weil mich sein "Wille" zu arg beschneidet (weil ich nicht ertragen kann, dass er/sie bspw. Fleisch isst), dann toleriere ich dies eben nicht und bin damit weniger tolerant.

    Ende der endlos langen "philosophischen" Ausführungen tongue
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Popeye am Fr Jun 22, 2012 3:30 am

    Chrisilette schrieb:Moment mal, ich hab hier noch keinen Beitrag gelesen, der nichts mit dem Thema "Welche Rolle spielt Veganismus in der Partnersuche?" zu tun hat. Suspect
    Bei so einem Thema sind Diskussionen zu erwarten.

    Das hier ist ein neuer Thread und der Beitrag von xphilx ist einfach aus dem alten Thread mitgenommen worden.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Popeye am Fr Jun 22, 2012 3:34 am

    Chrisilette schrieb:Da komm ich nicht mit! Ist doch die Frage, was ist gesellschaftlich anerkannt? Rechtsextremismus nicht aber Speziesismus eben schon.

    Was gesellschaftlich anerkannt oder nicht anerkannt ist, spielt für mich in diesem Kontext keine entscheidende Rolle.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Körnerfresse am Fr Jun 22, 2012 4:00 am

    Popeye schrieb:
    Chrisilette schrieb:Da komm ich nicht mit! Ist doch die Frage, was ist gesellschaftlich anerkannt? Rechtsextremismus nicht aber Speziesismus eben schon.

    Was gesellschaftlich anerkannt oder nicht anerkannt ist, spielt für mich in diesem Kontext keine entscheidende Rolle.

    Obs anerkannt ist oder nicht, ändert ja nichts am Leiden der betroffenen. Allerdings ist es schon ein Faktor, weil es etwas über den Leidverursachenden aussagt: Wenn es gesellschaftlich anerkannt ist und ihm so beigebracht wurde, dann sieht er es als normal und "gut" an, seine Intention ist also nicht so niederträchtig, als wenn er sich selbst ein negatives Weltbild (z.B. Rassismus) erarbeitet. Wobei diese Nazis wahrscheinlich in ihrer Umgebung ebenfalls darin bekräftigt werden, der Zustand also wieder dem des Speziesisten ähnelt.

    Einem Fleischesser vorwerfen, er würde ein schlechter Mensch sein, weil er Fleisch isst, finde ich falsch. Denn ihm wurde es beigebracht, so wie die meisten von uns wahrscheinlich früher Fleisch gegessen haben. Deshalb kann auch garkeine böse Absicht dahinterstehen, weil es einem sobeigebracht wurde, als man hilflos war. Das einzige, was negativ ist, dass man diesen Zustand jetzt nicht erkennt und ändert. Nur leider hat dieses Nichterkennen so heftige Auswirkungen auf die Tiere... Höchstes Leid beim besten Gewissen sozusagen.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Popeye am Fr Jun 22, 2012 4:21 am

    Sonne schrieb:Also nach der Beschreibung, wie einige hier ihren Veganismus beschreiben, kann dieses sehr wohl als Weltanschauung tituliert werden, meinst du nicht auch? Daher ist es vergleichbar mit Religion, da diese ebenfalls eine Weltanschauung ist, eben nur mit transzendentem Bezug.

    Wenn ein Speziesist quasi gezwungenermaßen vegan leben und bloß nicht die vegane Weltanschauung teilen würde, könnte ich deinen Vergleich noch akzeptieren. Aber wie schon erwähnt, geht es mir eher weniger um die Weltanschauung an sich, sondern viel mehr um konkrete Taten.

    Sonne schrieb:Halt Moment! Diese Verallgemeinerung ist nicht zulässig. Es geht hier nämlich nicht um Serienkiller. Die Argumentation wäre - wenn überhaupt - nur dann zulässig, wenn
    a) du Menschen mit Tieren zu 100% gleichsetzt (Mord) (was aber auch nicht alle VeganerInnen teilen würden) und
    b) die PErson auch wirklich das Tier getötet hat.
    In den meisten Fällen ist es lediglich eine Akzeptanz der Tatsache, dass Fleisch vom toten Tier kommt. Das ist mit Mord eindeutig falsch assoziiert.
    Eine passive Aktion (Duldung) ist nicht mit einer aktiven (Serienkiller) gleichzusetzen.

    Ich würde auch keinen tolerieren, der selbst niemanden tötet, sondern "bloß" einen Serienmörder dafür bezahlt, dass der Serienmörder andere Menschen umbringt. Würde ich in einer Gesellschaft leben, in der so etwas als normal gelten würde, müsste ich es dulden, aber nicht tolerieren. Ich wollte keine Tiere mit keinen Menschen (zu 100%) gleichsetzen, aber ich finde, eine gezielte und nicht gerechtfertigte Tötung eines (Nutz)Tieres ist genauso inakzeptabel wie ein Mord an einem unschuldigen Menschen.

    Sonne schrieb:Toleranz kommt von lateinisch tolerare, was erdulden/dulden heißt. Du tauscht also hier nur ein weiße gegen ein braunes Ei - es bleibt ein Ei. Tolerieren heißt eben nicht gutheißen. Für mich ist es wichtig auch noch zu betonen, dass tolerieren etwas mit respektieren zutun hat. Ich respektieren den anderen in seiner Menschlichkeit indem ich ihn seinen eigenen Willen zugestehe. Kann ich das nicht, weil mich sein "Wille" zu arg beschneidet (weil ich nicht ertragen kann, dass er/sie bspw. Fleisch isst), dann toleriere ich dies eben nicht und bin damit weniger tolerant.

    "Tolerare" hat mehrere Bedeutungen. Der Begriff "Toleranz" hat, meiner Meinung nach, einen positiven Ruf, sodass du, falls du etwas nicht tolerierst, sehr schnell ins negative Licht gerückt wirst, meistens unabhängig davon, worum es eigentlich geht. Wenn ein Mensch der Meinung ist, dass man die sogenannten Nutztiere ausbeuten und töten darf, das aber selbst nicht tut und auch keine anderen Menschen dafür bezahlt, dass sie dies tun, dann toleriere ich so einen Menschen. Wenn du so einen Speziesisten kennst, sag mir Bescheid! Ich würde auch zwischen "tolerieren" und "dulden" bzw. "ertragen" unterscheiden. Ich finde, ein passiver Antifaschist in Nazi-Deutschland z.B. musste die Nazis dulden bzw. ertragen, tolerierte sie aber keineswegs.

    P.S. Achso! Und da ich kein Christ bin, muss ich nicht automatisch damit einverstanden sein, was manch ein Christ tut (sprich: Vergebung usw.).


    Zuletzt von Popeye am Fr Jun 22, 2012 5:07 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Popeye am Fr Jun 22, 2012 4:23 am

    Körnerfresse schrieb:
    Popeye schrieb:
    Chrisilette schrieb:Da komm ich nicht mit! Ist doch die Frage, was ist gesellschaftlich anerkannt? Rechtsextremismus nicht aber Speziesismus eben schon.

    Was gesellschaftlich anerkannt oder nicht anerkannt ist, spielt für mich in diesem Kontext keine entscheidende Rolle.

    Obs anerkannt ist oder nicht, ändert ja nichts am Leiden der betroffenen. Allerdings ist es schon ein Faktor, weil es etwas über den Leidverursachenden aussagt: Wenn es gesellschaftlich anerkannt ist und ihm so beigebracht wurde, dann sieht er es als normal und "gut" an, seine Intention ist also nicht so niederträchtig, als wenn er sich selbst ein negatives Weltbild (z.B. Rassismus) erarbeitet. Wobei diese Nazis wahrscheinlich in ihrer Umgebung ebenfalls darin bekräftigt werden, der Zustand also wieder dem des Speziesisten ähnelt.

    Einem Fleischesser vorwerfen, er würde ein schlechter Mensch sein, weil er Fleisch isst, finde ich falsch. Denn ihm wurde es beigebracht, so wie die meisten von uns wahrscheinlich früher Fleisch gegessen haben. Deshalb kann auch garkeine böse Absicht dahinterstehen, weil es einem sobeigebracht wurde, als man hilflos war. Das einzige, was negativ ist, dass man diesen Zustand jetzt nicht erkennt und ändert. Nur leider hat dieses Nichterkennen so heftige Auswirkungen auf die Tiere... Höchstes Leid beim besten Gewissen sozusagen.

    Ich verstehe das alles und habe deswegen nicht einfach "keine Rolle", sondern "keine entscheidende Rolle" geschrieben.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Gast am So Jul 29, 2012 7:08 pm

    So, kann hier jetzt mal was Sinnvolles beitragen, bin praktisch grade in einer Feldstudie *gggg*

    Hatte 3 Beziehungen mit Omnis, jetzt den ersten Veganer und ganz klar - es is sehr viel leichter und unkomplizierter wenn beide die gleiche Einstellung zu Leben haben.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  amaranthine am So Jul 29, 2012 9:41 pm

    Viel Erfolg Lene! Wink

    Mir ist das ehrlich gesagt total egal.. Wenn man gemeinsam isst, gibts kein Fleisch und Diskutiert wird was diese Einstellung angeht ohnehin höchstens 1x..
    Irgendwann färbt es meißt ab. Sind jetzt schon 3 Damen wegen mir (nachhaltig!) Veggie's geworden.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Gast am So Jul 29, 2012 11:35 pm

    Hahaha, viel Erfolg find ich süss, das hat mir auch noch nie jemand gewunschen *ggggg*

    Dennoch - danke ;-)
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Pueppi am So Aug 05, 2012 11:37 pm

    Meine letzte Beziehung war auch mit nem Omni..Kann funktionieren..er mochte mein veganes Essen und wenn er Fleisch zubereiten wollte musste er halt sein Geschirr selbst spülen..Verpacktes habe ich aber gekauft und das ging auch ohne Probleme für mich..Auch wenns am anfang gewöhnungsbedürftig war..

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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  richie am Di Aug 07, 2012 10:19 am

    Wir haben uns beide entschlossen auf Tierleidprodukte step by step zu verzichten und sind auch Dank der Unterstützung der User in diesem Forum beide seit fast 3 Jahren vegan.

    Habe das große Glück, das meine Partnerin sehr gut und vor allem gern kocht.

    Für eine langfristige Lebenspartnerschaft könnte ich mir gegenwärtig keine überzeugte Fleischfresserin mehr vorstellen. Schwierig.

    Weil die Grundsätze immer wieder hochkommen, was ist dann mit Kindererziehung, usw.?

    Muss noch lieber zu Ihr sein, das sich das Thema Partnersuche erst garnicht stellt... tröst


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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Ottomane am Sa Jun 29, 2013 8:08 pm

    Ich glaub der Punkt ab dem es es erst hart wird sind Kinder. Glaub als vegane Frau in einer gemischten Beziehung hat man da mehr Hebelwirkung als ein veganer Mann mit einer Omni-Frau.

    [Aus Bequemlichkeit alles auf hetero bezogen]
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  human vegetable am Sa Jun 29, 2013 9:17 pm

    Lebe als Veganer mit Omni-Frau und Omni-Kindern (könnte man als "Flexitarier" bezeichnen, d. h. tierische Produkte werden begrenzt bzw. als bewusste Ausnahmen konsumiert).

    OT, Thema Kinder: Selbst wenn meine Partnerin vegan wäre, könnte ich es mir nicht vorstellen, bei meinen Kindern Veganismus 100%ig strikt (d. h. auch außerhalb der eigenen vier Wände) einzufordern. Denn nach dem Kleinkindalter sind die Kinder ständig mit nicht-veganen Lebensmitteln konfrontiert (im Kindergarten, bei Freunden, bei Oma/Opa etc.), und da ist dann nicht ständig Mama oder Papa dabei und kann ihnen den Konsum verbieten.

    Ein dreijähriger (oder siebenjähriger) Knirps ist aber definitiv nicht in der Lage, eine bewusst reflektierte Entscheidung zum Veganismus zu treffen. Um mein Kind dahin zu bekommen, dass es auch in Situationen wo ich nicht dabei bin niemals tierische Produkte isst, müsste ich scare tactics und schwarze Pädagogik der schlimmsten Sorte anwenden, was langfristig mit großer Wahrscheinlichkeit nach hinten losginge (und selbst wenn nicht, die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes sehr negativ beeinflusste).

    Da lebe ich den Veganismus lieber zwanglos vor, gebe altersgemäße Antworten auf neugierige Fragen und hoffe, dass "leading by example" in diesem Fall funktioniert. Und selbst wenn nicht, haben meine Kinder immerhin die Chance, sich ein unvoreingenommenes Bild zu machen und dann ein unabhängiges Urteil zu treffen. Die Fähigkeiten dazu sind mir als Erziehungsziele letztendlich wichtiger als ein dogmatischer, unreflektiert-ideologischer Veganismus um jeden Preis.

    Video zum Thema:
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    Wird gleich zusammengelegt

    Beitrag  PUSSYxRIOT am Sa Jun 29, 2013 10:01 pm

    Einfach zu verbieten finde ich auch ist der falsche weg,da sie die zusammenhänge,warum sie das jetzt nicht essen DÜRFEN nicht verstehen.
    Ich finde es gut,zusammenhànge er erklären,sprich,dass die wurst eben nich nur ne wurst ist,sondern das süße schwein ist,was du vorgestern gefüttert hast.
    Kinder empfinden keinen hass oder abscheu gg tiere.er wird geprägt.und wenn man von anfang an einen tierbezogenen und von wahrheit geprägten weg lehrt, entscheiden sie sich von ganz allein kein fleisch mehr essen zu wollen. Sie ist erst 6 geworden.

    100prozent vegan ist natürlich wieder ne andere sache,aber die grundlagen wurden gelegt.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Bruhnsen am Di Jul 23, 2013 11:45 pm

    Ich glaube indirekt spielt das eine große Rolle, ob der Partner ebenfalls vegan lebt oder nicht.
    Ob man das will oder nicht. Es wäre natürlich einfach TOP, wenn ich mich in eine Veganerin verlieben würde. Doch die Chance ist relativ gering und es heißt noch lange nicht, dass diese Person sich auch in mich verlieben würde.
    Naja, ich glaube da nicht wirklich dran.

    Und von "umkrempeln" wie man hier schon erwähnt hat, halte ich gar nichts. Das geht nicht lange gut.
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Holger am Di Mai 13, 2014 9:11 am



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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  Gast am Di Mai 13, 2014 6:17 pm

    Also diese Umfrage ist schon ein wenig,... Naja,... Eigenartig.

    "Fleisch essen dient dem Tierschutz" => Was bitte ist das für eine unfassbar dumme Frage?

    "Sexualität mit einer veganen Person finde ich widerlich" => Was, weil er grad ein Apfal gekillt hat?

    "Sexualität mit einer veganen Person finde ich langweilig" => Was hatn das bitte mit der Ernährung zu tun????


    Selten eine so absurde Umfrage gesehen,.....
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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

    Beitrag  JaneDoe am Di Mai 13, 2014 8:19 pm

    Ich greif das Thema mal wieder auf, wenn ungewünscht, dann einfach löschen Smile

    Ottomane schrieb:Ich glaub der Punkt ab dem es es erst hart wird sind Kinder. Glaub als vegane Frau in einer gemischten Beziehung hat man da mehr Hebelwirkung als ein veganer Mann mit einer Omni-Frau.

    [Aus Bequemlichkeit alles auf hetero bezogen]

    Das ist halt wirklich auf eine traditionelle hetero-normative Beziehung bezogen und es mag sein, dass die Person, die regelmäßig für alle kocht, auch darüber bestimmen kann, wie gegessen wird. Dem gegenüber steht aber auch, dass gerade in so einer Familie der Vater dann oft noch den Ton angibt. Und wenn der sich was "wünscht", macht das einen Unterschied. Gerade bei solchen Familien wird der Vater von den Kindern dann auch als Vorbild genommen und dann steht die Mutter als Veganerin blöd dar. (Oft genug in verschiedenen Gruppen bei Facebook gelesen, dass Frauen doppelt kochen.)

    Bei uns funktioniert das so auch nicht, ich bin Veganerin und mein Freund isst mit, wenn ich was koche, was ihm schmeckt und passt (er ist "Vegetarier"). Wenn seine Kinder da sind, kocht er für die und dann oft etwas sehr sahne- und eilastiges und auch mal mit Fischstäbchen (da isst er mit). Ich bin weit davon entfernt, die zu belehren oder vegane Gerichte zu verlangen. Aber wenn ich mal vorschlage, dass ich etwas koche oder dass man ja Gemüse statt Fischstäbchen essen könnte - da steh ich echt auf verlorenem Posten.
    Klar, ist da die Dynamik ganz anders als wenn es die eigenen Kinder wären und täglich gekocht werden würde. Aber ich finde es zeigt, dass es halt in der Praxis nicht immer so einfach ist.
    Ich würde meine Kinder komplett vegan erziehen wollen, mit der Ausnahme, dass sie unterwegs essen können, wie sie wollen. Also kindgerecht aufgeklärt werden, zuhause vegan essen und unterwegs Wahlfreiheit haben. Mir ist es auch wichtig, dass meine Kinder im Kindergarten nicht alleine im Eckchen sitzen, wenn es Kuchen gibt. Wenn sie das irgendwann anders entscheiden, gibt es ja auch Mittel und Wege (ich hab mal von einer Mutter gelesen, die sich bei sowas vorher informiert hat, wie das Essen aussieht und ihrem Kind dann ähnlich aussehendes veganes Essen mitgegeben hat Wink).

    Ich hab meinen Partner nicht nach dem Vegan-Gesichtspunkt ausgesucht (war da ja auch noch vegetarisch), aber es ist mir schon wichtig, dass da Interesse für die Thematik besteht. Und zumindest vegetarisch fänd ich enorm wichtig, denn irgendwann geht es an praktische Dinge wie Kühlschrankinhalt, einkaufen,kochen, Kindererziehung - und da muss es halt passen. Aber es ist halt ein Puzzlestück von vielen und wenn man sich in "veganen Kreisen" rumtreibt, lernt man ja auch viele verschiedene Menschen kennen.

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    Re: Welche Rolle spielt Veganismus bei der Partnersuche?

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Sa Jul 21, 2018 8:08 pm