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    Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

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    Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Fr Nov 15, 2013 9:56 am

    Ich beschäfte mich mit dem Buddhismus und bin jetzt wirklich "erstaunt" wie viele "Buddhisten" Fleisch essen.





    Schon heftig wie sich manche "Buddhisten" hier die Welt schön lügen.

    Wenn man Fleisch isst, stärkt man dadurch immer die Nachfrage. Unglaublich wie ignorant man sich hier den Fleischkonsum schön redet.

    Eine kleine Auswahl die einige Buddhisten gerne überlesen:

    Jedes Lebewesen verdient es, ein Gefühl von Sicherheit und Wohlergehen zu geniessen. Wir müssen das Leben schützen und anderen Glück schenken. Alle Lebewesen, seien sie gross oder klein, zwei- oder vierbeinig, ob sie schwimmen oder fliegen – sie alle haben das Recht zu leben. Wir dürfen andere Lebewesen nicht verletzen oder gar töten. Wir müssen das Leben schützen» Metta-Sutta

    Wenn wir das Fleisch anderer Lebewesen essen, zerstören wir den Samen des Mitgefühls.
    Surangama-Sutra

    Um keine Lebewesen zu schrecken, soll ein bodhisattva, der sich dem Mitgefühl auch als Selbstdisziplin unterwirft, kein Fleisch essen.
    Lankavatara-Sutra

    Der Verzehr von Fleisch tötet den Keim der grossen Barmherzigkeit mit allen Lebewesen.
    Mahaparinirvana-Sutra

    Fleisch essen bedeutet, sein eigenes Fleisch zu essen.
    Angulimaliya-Sutra

    Wenn dann noch so eine Pseudo-Heilligkeit wie der Dalai-Lama sagt, daß Vegetarismus gar keine Pflicht wäre und selbst Fleisch isst, ist es wirklich eine Herausforderungen keine Wut zu verspüren und diesen Samen nicht zu wässern.


    Zuletzt von Gorilla am Fr Nov 15, 2013 8:51 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Fr Nov 15, 2013 10:01 am

    Ergänzung: Den beiden Herren im Video würde es mal unabhängig vom Buddhismus guttun, weniger Tierprodukte zu konsumieren.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  xeper am Fr Nov 15, 2013 11:25 am

    So sehr ich den Buddhismus mag, genau das hat mich schon immer gestört. Aber das liegt nicht an der Kernidee, sondern an dem, was die Menschen daraus machen. Man muss aber auch die unterschiedlichen Strömungen des Buddhismus beachten, die sich auch in ihren Lehren unterscheiden. Die zentrale Aussage des Buddha war, keinem Lebewesen zu schaden:

    "Ich gelobe, mich darin zu üben, mich des Tötens und Verletzens aller Lebewesen zu enthalten."

    '"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keines möge ein Unheil treffen! Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen. Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein, und quäle nicht und töte nicht."

    "Kein Fleisch mehr zu essen bedeutet, in jenen Strom einzutauchen, der ins Nirvana führt."

    Damit dürfte das Thema eigentlich geklärt sein. Vielleicht war es im Christentum genau so. Ob Jesus Fleisch gegessen hat, kann vermutlich niemand sagen. Aber würde er es heute auch tun? Würde er Fleisch verlangen? Was würde Franz von Assisi zu Tiertransporten und Tierversuchen sagen? Wäre er damit einverstanden? Ich kann es mir nicht vorstellen!

    Ein Buddhist, der Fleisch ist, hat den zentralen Aspekt des Mitgefühls einfach nicht verstanden. Aber veg. Essen hat in buddhistischen Klöstern eine lange Tradition. Thich Nhat Hanh, dessen Bücher im empfehlen kann, spricht sich z.B. für eine veg. Ernährung aus.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Fr Nov 15, 2013 12:48 pm

    xeper schrieb:

    "Ich gelobe, mich darin zu üben, mich des Tötens und Verletzens aller Lebewesen zu enthalten."
    Du triffst es auf den Punkt. Wenn ein "Buddhist" Fleisch kauft oder welches ißt (welches man ihm anbietet) schafft er dadurch eine Nachfrage. Der Einzelhandel ordert das gekaufte Fleisch nach. Um die Lücke im Supermarkt wieder aufzufüllen wird ein neues Tier getötet. Also gibt der "Buddhist" die Tötung eines Tieres direkt in Auftrag. Auch wenn er etwas angeboten bekommt, dann hat man die Speisen doch extra für ihn beschafft oder er ißt im Haushalt etwas vom Vorrat weg (sodaß dieser Anteil dann nachgekauft wird): Diese Pseudo-Buddhisten können sich drehen und wenden wie sie wollen, sie unterstützen immer Tierleid.



    xeper schrieb:
    Ein Buddhist, der Fleisch isst, hat den zentralen Aspekt des Mitgefühls einfach nicht verstanden. Aber veg. Essen hat in buddhistischen Klöstern eine lange Tradition. Thich Nhat Hanh, dessen Bücher im empfehlen kann, spricht sich z.B. für eine veg. Ernährung aus.
    Ja, im Gegensatz zum Dalai Lama, lebt Thich Nhat Hanh sogar vegan. Ich schätze ihn sehr.

    Oprah: Are you vegetarian?

    Nhat Hanh: Yes. Vegetarian. Complete. We do not use animal products anymore.

    Oprah: So you wouldn't eat an egg.

    Nhat Hanh: No egg, no milk, no cheese. Because we know that mindful eating can help save our planet.

    http://www.oprah.com/spirit/Oprah-Talks-to-Thich-Nhat-Hanh/8
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Fr Nov 15, 2013 9:17 pm

    Habe jetzt ein paar Blogs gelesen und muss feststellen, daß Vegetarier im Buddhismus wohl eher die Minderheit darstellen. Wie im richtigen Leben halt auch..... so findet man immer noch eine Deutung in einem Satz, in dem Buddha den Fleischkonsum erlaubt haben soll, daraus bastelt man sich dann seinen Freischein um auch in einer Fastfoodkette essen zu können.

    Besonders ekelt mich an, wenn solche Leute dann etwas vom Wohl aller Wesen labern.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  xeper am Sa Nov 16, 2013 5:16 am

    Gorilla schrieb:Besonders ekelt mich an, wenn solche Leute dann etwas vom Wohl aller Wesen labern.
    Sowas kotzt mich jeden Tag an. Wenn Tierschützer, Umweltschützer, Menschrechtler, Linke oder wer auch immer Misstände anprangern und gleichzeitig Schnitzel fressen. Natürlich kann man einen Menschen nicht nur nach seiner Ernährung beurteilen, aber mit dem heutigen Wissen, was jeder halbwegs aufgeklärte Mensch haben müsste, ist dieser Punkt einfach ZU gravierend, als dass man ihn irgnorieren könnte. Und wenn man dann mal dezent nachfragt, kommen die abstrusesten Rechtfertigungen für den Fleischkonsum. Ich muss da immer aufpassen, dass meine misanthropische Einstellung nicht überhand gewinnt.

    Es war üblich, dass die Mönche damals (ob heute noch, weiß ich nicht) von Haus zu Haus gingen und Lebensmittel als Spende bekamen. Sie durften keine bestimmten Lebensmittel fordern, aber auch keine ablehnen. Zumindest hatte ich sowas in der Art mal gelesen. Wenn jemand also Fleisch bekam, wurde es vermutlich gegessen. Obwohl das sicher auch damals schon individuell verschieden war. Bei den Shaolin-Mönchen gab und gibt es bis heute nur veg. Essen im Kloster.

    Selbst wenn jetzt irgendwie bewiesen werden könnte, dass Buddha, Jesus oder wer auch immer, defintiv Fleisch gegessen hat, dann wäre es heute trotzdem falsch! Buddha hat doch seinen Schülern geraten, seine Lehren nicht blindlings zu glauben, sondern selbst zu überprüfen und in Frage zu stellen. Vielleicht war damals das Essen von Fleisch notwendig? Eine komplett vegane Lebensweise war vermutlich nicht möglich. Aber der entscheidende Punkt ist doch, dass es heute problemlos möglich ist. Das scheinen die Pseudo-Buddhisten und Pseudo-Christen nicht verstehen zu wollen.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Mi Nov 20, 2013 8:47 am

    @ Xeper

    Krass das hätte 1:1 von mir kommen können. Du sprichst mir voll aus der Seele.

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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Do Nov 21, 2013 5:42 am

    Ich hatte jetzt mal Kontakt zu einem "Buddhisten" der selbst lehrt.

    Mir wurde erklärt, daß in der mittleren Sammlung des Majjhima Nikayas in der Lehrrede 55 der Buddha gesagt habe, daß totes Tier zu essen kein schlechtes Karma "ergeben" würde.
    Wenn jemand erbetteltes oder geschenktes Fleisch bekommt, darf er es essen ohne schlechtem Karma.
    Das hätte der Buddha so direkt gesagt, sodaß man sich nun entspannt zurücklegen kann.
    Weitere ausgebaut heißt es, daß man im Supermarkt dann auch essen kann, da man ja das Tier nicht selbst getötet hat. Und das Essen von totem Tier direkt kein schlechtes Karma erzeugen würde.

    Dann wird noch gerne deutlich gemacht, daß Buddha ja den mittleren Weg vorgegeben hat und daher Extreme zu vermeiden sind. Als weniger Fleisch ja, aber "übertreiben" sollte man es auch nicht wirr 

    Naja, ich kann diese "Buddhisten" oder besser Pseudo-Buddhisten nicht wirklich ernst nehmen.

    Wenn ich mir bei einer Sache wirklich sicher bin, dann ist es das Unrecht an unseren fühlenden Mitgeschöpfen, daß beendet werden muss. Wer dagegen nicht eindeutig Stellung bezieht, kann nicht "erleuchtet" bzw. besonders helle sein Doofes Grinsen


    Zuletzt von Gorilla am Fr Nov 22, 2013 11:51 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  xeper am Do Nov 21, 2013 7:59 am

    Gorilla schrieb:Das hätte der Buddha so direkt gesagt
    Wer sowas behauptet, macht sich für mich direkt unglaubwürdig. Wer kann heute schon sicher sagen, was Jesus, Buddha usw. wirklich exakt gesagt haben? Mit dem schriftlichen Aufzeichnen der Reden Buddhas hatte man erst hunderte Jahre nach seinem Tod angefangen. Beim Christentum isses ja nicht besser oder noch viel schlimmer. Ich hatte mal einen Artikel über die zahlreichen Änderungen der unterschiedlichen Bibelübersetzungen gelesen. Da hatte sich im Laufe der Jahrhunderte alles mögliche verändert. Wer kann da schon sagen, welche Texte wirklich authentisch sind?

    Gäbe es nicht solche Vertreter wie Thich Nhat Hanh, könnte ich den Buddhismus auch nicht ernst nehmen. Beim Christentum wäre es z.B. Eugen Drewermann. Man sollte generell nur Bücher von christlichen Theologen lesen, denen die Lehrerlaubnis entzogen wurde. Doofes Grinsen

    "Vor allem beschäftigt mich das Leid der Tiere [...] Diese geschundene Kreatur, diese Armseligkeit, mit der viele der Lebewesen hergenommen werden, hat es mir immer schwer gemacht, die Jubelrufe der kirchlichen Dogmatik zu verstehen [...] Ich habe zunehmend die größten Schwierigkeiten bekommen, beim Mittagsgebet für das Kotelett zu danken, das auf dem Tisch lag, wenn ich daran dachte, wies es zustande kam, wie man das Tier gequält, getötet, ausgenommen hat, für dieses Kotelett - wie sollte ich Gott dafür danken? [...] Kein Tier kommt auf die Welt, um vom Menschen gegessen zu werden. [...] Wir sind die einzigen Lebewesen, die darüber nachdenken können, was sie tun. Und dann sollte sich, wie Albert Schweitzer sagte, eine Verantwortungsethik bilden, die universell ist und die Tiere miteinschließt. Wir haben überhaupt kein Recht, tötend in die Welt einzugreifen." (Eugen Drewermann - Wozu Religion? Sinnfindung in Zeiten der Gier nach Macht und Geld)

    DAS ist für mich eine christliche Aussage!

    Irgendwie müssen wir jetzt noch den Gesundheitsaspekt in dieses Thema mit rein bringen. Wink 

    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36212/

    Gorilla schrieb:Wenn ich mir bei einer Sache wirklich sicher bin, dann ist es das Unrecht an unseren fühlenden Mitgeschöpfen, daß beendet werden muss. Wer dagegen nicht eindeutig Stellung bezieht, kann nicht "erleuchtet" bzw. besonders helle sein.
    Exakt! Das ist wirklich die einzige Sache, bei der ich mir im Leben wirklich sicher bin.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Do Nov 21, 2013 8:52 am

    So, jetzt nochmal zum nachlesen. Der Fleisch-Freischein.

    Zu finden im Pali-Kanon, dem ältesten Lehrtext des Buddhismus der Theravada Schule, wo die dreifache Regel aufgestellt wurde. Übersetzt soll der Buddha gesagt haben: "Ich erlaube in drei Fällen reinen Fisch und Fleisch: Nicht wissend, nicht gehört, nicht vermutet." (Zu finden in der Mahávagga des Vinayapitaka).

    Wenn ich also nicht weiß, nicht gehört habe und nicht vermute, daß das Tier für mich getötet wurde, darf ich Fleisch essen.

    Es gehört schon eine wahsinnige Ignoranz dazu, aus diesem Lehrtext nun eine Rechtfertigung rauszuziehen im Supermarkt Fleisch zu kaufen und aufzufressen.

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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  -Julian- am Do Nov 21, 2013 10:42 am

    Ich bin dem Buddhismus auch zugeneigt, aber kann mich aufgrund dieser genannten Zwiespältigkeit einfach nicht überwinden da völlig hinter zu stehen. Und selbst wenn das Essen von geschenktem Fleisch kein schlechtes Karma erzeugt, so setzt man doch voraus, dass sich jemand anders sein Karma belädt, damit man selbst "frei" konsumieren kann. Auch das geht doch gegend as Mitgefühl, zum eigenen Vorteil bei anderen schlechtes Karma hervor zu rufen. Vielleicht sollten wir eine vegane buddhistische Linie gründen Smile
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Amir am Do Nov 21, 2013 1:17 pm

    Gorilla schrieb:Habe jetzt ein paar Blogs gelesen und muss feststellen, daß Vegetarier im Buddhismus wohl eher die Minderheit darstellen. Wie im richtigen Leben halt auch..... so findet man immer noch eine Deutung in einem Satz, in dem Buddha den Fleischkonsum erlaubt haben soll, daraus bastelt man sich dann seinen Freischein um auch in einer Fastfoodkette essen zu können.

    Besonders ekelt mich an, wenn solche Leute dann etwas vom Wohl aller Wesen labern.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Fr Nov 22, 2013 11:53 am

    Zum Glück gibt es auch andere Stimmen:

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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Fr Nov 22, 2013 11:57 am

    Noch was für Ausreden:

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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  xeper am Sa Nov 23, 2013 5:28 am

    Dass er sogar "Earthlings" erwähnt ist klasse. Vielleicht bringt das ein paar Leute zum Nachdenken.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  xeper am Sa Nov 23, 2013 7:30 am

    Folgende Zitate stammen aus dem Buch "Der historische Buddha" von Hans Wolfgang Schumann. Schumann gilt als einer der besten Kenner des "historischen" Buddha. Sein Buch zeigt den Menschen Gotama, den Denker, den Prediger, aber auch den politischen Taktierer und Ordensgründer frei von Legenden (sofern das möglich ist). Sein Buch bezieht sich auf die indischen Originaltexte in Pali. Für mich eins der besten Bücher zum Thema.

    "[...] erbettelte selbst seine Nahrung, die vegetabilisch zu sein hatte." (S. 67)

    "Anders war das mit Blutopfern, die im alten Indien jährlich einige Menschen und zigtausend Tiere das Leben kosteten. Es muss als eine Kulturleistung des Buddhismus betrachtet werden, dass die rituelle Tötung von Lebewesen in Indien nicht mehr zu den Standartbräuchen gehört. [...] Tiere galten dem Buddha als vollwertige Mitwesen, und seine Liebe und sein Mitleid richteten sich auf sie nicht minder als auf Menschen. Schon ihre Schlachtung zum Zweck der menschlichen Ernährung war ihm zuwider, jedoch war er Realist genug um einzusehen, dass genereller Vegetarismus sich nicht duchsätzen lässt. [...] Er war überzeugt, dass jeder für seine Taten selbst einzustehen habe." (S. 96 ff)

    Was würde er wohl heute sagen beim Anblick von Schlachthäusern, Massentierhaltung, Tierversuchen, Tiertransporten und anderen Grausamkeiten? Und bei der einfachen Umsetzung einer veganen Lebensweise in unserer Gesellschaft?
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  GreenKing am So Nov 24, 2013 4:59 am

    Majestätische Grüße Woah! 

    Ich beschäftige mich zurzeit auch mit dem Thema Spiritualität und bin gerade dabei den Buddhismus zu beschnuppern, hinterfragen Kritisieren und die wichtige Essenz aus dieser "Religion" und "Glaubensrichtung" für meinen Glauben aufzunehmen.
    Ich finde es sehr schade das es auch in diesen reihen "schwarze Schafe" gibt, die sich die Welt wieder machen wie es Ihnen passt, und nicht wie es Ihr Herz ihnen sagt.

    Aber alles hat seinen Sinn, sogar die Sinnlosigkeit klugscheiß 

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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Fr Feb 28, 2014 8:04 am

    GreenKing schrieb:

    Aber alles hat seinen Sinn, sogar die Sinnlosigkeit klugscheiß 


    Ich kann mit solch einem Esoterik-Geschwuppe nichts anfangen.
    Wo ist der Sinn von Kindesmißbrauch, Vergewaltigung, Kriegsverbrechen, Quälen von Lebewesen, Völkermord?
    Das sind Verbrechen von kranken Menschen die man entschieden bekämpfen muss.

    Wenn mir mal jemand diesen Satz sagt, werde ich eine Dachlatte nehmen und sie ihm mit voller Wucht über den Schädel ziehen. Wenn Dieser dann benommen am Boden liegt sage ich:

    "Aber alles hat seinen Sinn, sogar die Sinnlosigkeit"  klugscheiß
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Euphoric am Fr Feb 28, 2014 9:50 am

    Naja alles hat halt irgendwo seinen Gegenpart und so hält sich das Gleichgewicht.

    Simpel gesagt: Woher weiß man, dass etwas gut ist, wenn es kein Böses gibt, welches man zum Vergleich heranziehen kann?


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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  xeper am Fr Feb 28, 2014 9:55 am

    Mit der Logik macht es also Sinn, dass pro Tag Millionen von Tieren abgeschlachtet werden?

    Dass Quälen und Töten falsch ist, weiß man doch auch ohne dass das jemand macht.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Gorilla am Fr Feb 28, 2014 11:33 am

    Euphoric schrieb:Naja alles hat halt irgendwo seinen Gegenpart und so hält sich das Gleichgewicht.

    Simpel gesagt: Woher weiß man, dass etwas gut ist, wenn es kein Böses gibt, welches man zum Vergleich heranziehen kann?

    Die Frage ist, ob die Menschheit nicht die Möglichkeit hat, diese Dualität zu überwinden.
    Um beim Thema zu bleiben. Wenn ich Buddhas Lehre verstanden habe, sagt er, dass das Leben ein unheilvoller Kreislauf ist und Unwissenheit, Gier und Hass diesen Kreislauf am "laufen" hält. Durch das Abwenden von Unwissenheit, Gier und Hass endet dieser unheilvolle Kreislauf und man erreicht den Zustand der Erlöstheit, Glückseligkeit oder wie die Buddhisten sagen, Nirvana.

    Ich denke die Menschheit hätte das Potential die Dualität von Gut und Böse zu verlassen und das Paradies zu schaffen, den Weg hat Buddha gezeigt.
    Nur beim Rechten Handeln fangen die meisten schon an sich zu winden. Was ist so schwer zu verstehen, das Töten (auch das Töten lassen) zu vermeiden?

    Aber die Gier nach Fleisch, dem Gaumengenuss lässt den unheilvollen Kreislauf weiter laufen.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Sonne am Mi März 05, 2014 10:45 am

    Ich hab die Beiträge nur überflogen, möchte aber noch kurz anmerken, dass nach den Regel des Buddha (und auch des Sangha) ein Bettelmönch keine ihm in die Bettelschale gelegte Nahrung verweigern darf. Soviel zum Thema, Buddha hätte nur vegetabile Nahrung erbettelt. Die Bescheidenheit steht da eindeutig über dem vegetarischen Anspruch. Zudem waren meist nur Mönche (weitestgehend) vegetarisch. Die normale Bevölkerung hat natürlich Fleisch gegessen.
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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

    Beitrag  Laren am Di März 18, 2014 5:27 am

    Dazu habe ich ergänzend auch noch die Regel gelesen, dass nur Tiere verzehrt werden dürfen, die nicht extra für den Mönch getötet wurden. Und angeblich soll Buddha auch noch gesagt haben, er hoffe, dass den Mönchen von den übrigen Menschen irgendwann kein Fleisch mehr gespendet wird, sondern eben andere Nahrung. Was davon nun wie genau zutrifft möchte ich nicht beurteilen, dafür habe ich mich auch zu wenig mit dem Buddhismus beschäftigt. ;)Aber es ist nunmal so, wie Sonne schon geschrieben hat, dass die Regel "nehmen, was gegeben wird" schon recht essentiell ist, und daher auch Fleisch pauschal nicht ausschließt.

    Finde es in jedem Fall aber auch sehr schade, wie bestimmte Formulierungen ausgelegt oder verbogen werden, weil der Buddhismus an sich ja schon viel Potential für ein tierfreundliches Verhalten besitzt.

    Denke, da spielt dann sehr die kulturelle Prägung mit hinein, als Ursache für die unterschiedliche Auslebung & Auslegung. Habe im letzten Jahr hier in Deutschland ein Fest thailändischer Buddhisten miterlebt. Dort wurden den Mönchen vorgefertigte(!) Essenspakete gespendet, die man scheinbar im Eingangsbereich erwerben konnte. War also völlig durchorganisiert entsprechend unserer modernen Zeit. ;)Wirklich traurig war daran, dass sich in den Paketen scheinbar überwiegend Fertignahrung befand. Von asiatischen Nudelgerichten bis hin zu Knoppers traurig. Und davon gab es dann für jeden Mönch soviel, dass ständig ein Helfer die Bettelschale leeren mußte, weil das alles natürlich nicht dort hineingepasst hätte. Da kam schon stark das Gefühl auf, dass der Sinn des Ganzen abhanden gekommen ist, bzw. der Grundgedanke nicht mehr eine allzu große Rolle spielt. Nicht primär wegen der Menge, sondern eher wegen der Art und Weise und natürlich auch Qualität der Spenden...

    Ich vermute, das hat leider auch viel damit zu tun, dass das Geben als Tugend angesehen wird. Also, je mehr man spendet, umso besser steht man da (und kann selbst ggf. noch ausgelassener leben, als Ausgleich, weil der Verzicht schließlich den Mönchen überlassen bleibt).

    Soweit nur meine Gedanken und bisherigen persönlichen Erlebnisse.

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    Re: Buddhismus & Fleisch essen - ich lüg mir meine Welt bis sie mir gefällt

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