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    Depression und Kraftsport

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    Beitrag  Trizeps am Mo Aug 20, 2012 1:29 am

    Was gibts dazu zu sagen?

    Depressionen bedeuten ja oft auch Leistungsminderung, die sich sowohl geistig, als auch körperlich (z.B. beim Training) bemerkbar machen können.
    Gibt es hier Betroffene, die etwas dazu erzählen wollen?

    Gerade Kraftsport soll doch angeblich sehr wirksam sein - für manche Menschen sogar wirksamer als Psychotherapie und/oder Medikamente. Ich leide selbst (vermutlich) noch an einer Depression (die wurde mir vor Jahren diagnostiziert und seither hat sich nichts geändert), kann dazu aber nichts sagen, weil es mir schon immer so geht und ich daher gar nicht weiß, wie es anders sein könnte (Ok, vereinzelt sind noch Erinnerungen an die Kindheit vorhanden - damals gings mir tatsächlich anders als jetzt, aber das ist schon so lange her, dass es schon gar nicht mehr wahr ist).

    Ich habe mal eine sehr interessante Reportage über einen Ernährungswissenschafter oder dergleichen im Fernsehen gesehen, der eine völlig apathische Frau mit Megadosen an Niacin behandelt hat und tatsächlich Erfolg damit hatte.

    Bei mir hat bis jetzt nichts geholfen. Das ist das einzige, was ich zu dem Thema sagen kann. Ich hoffe auf interessante Beiträge Smile
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    Beitrag  Sonne am Mo Aug 20, 2012 1:45 am

    Sport stimuliert die Serotoninausschüttung im Gehirn. Bei Depressionen wird als erstes Medikament meist eine Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer verschrieben. Wie genau die Stoffwechselereignisse mit der Erkrankung zusammen hängen, weiß man allerdings noch nicht sicher. Fakt ist, dass durch Sport dieser Stoffwechsel stimuliert wird. Hast du es schon mal mit Johanniskraut versucht?
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    Beitrag  restausverkauf am Mo Aug 20, 2012 1:57 am

    Johanniskraut ist der Feind jedes Pharmakologen. Finger weg von dem Zeug.

    Es sorgt dafür, dass in der Leber Enzyme aktiviert werden, die dann verstärkt z.b. Medikamente abbauen. Also vor allem wenn hier jemand die Pille nimmt drauf achten. Surprised
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    Beitrag  Rami am Mo Aug 20, 2012 2:14 am

    restausverkauf schrieb:Johanniskraut ist der Feind jedes Pharmakologen. Finger weg von dem Zeug.

    Es sorgt dafür, dass in der Leber Enzyme aktiviert werden, die dann verstärkt z.b. Medikamente abbauen. Also vor allem wenn hier jemand die Pille nimmt drauf achten. Surprised

    Meinst du, dass Medikamente besser wären? Ich glaube, dass hier nur ganzheitlich vorgegangen werden kann. Johanniskraut ist ein pflanzliches Hilfsmittel, welches aber nicht die Ursachen beseitigt. Depressionen haben Ursachen, die erkannt und behandelt werden müssen. Ich hatte auch mal Probleme diesbezüglich. Medikamente hätten mir den "Todesstoß" versetzt! Sport hilft mir heute auf jeden Fall, mit schwierigen Situationen besser klar zu kommen und nicht mehr in eine Depression zu fallen.
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    Beitrag  Trizeps am Mo Aug 20, 2012 2:51 am

    Johanniskraut habe ich noch nie probiert, da ich hormonell verhüte. Wäre aber evt. mal einen Versuch wert, wenn man wüsste, wie lang man das einnehmen muss, bis eine Wirkung einsetzt.

    @Rami: Was genau hat dir geholfen und wie? Merkst du beim Training auch Leistungseinbußen, wenn du mal rückfällig wirst?

    Wobei ich glaube, man muss hier unterscheiden, denn die Krankheit hat ja doch recht viele Formen. Bei mir ist es eher der Mangel an Energie, die Trägheit, mangelndes Interesse an allem, Verminderte Konzentrationsfähigkeit und verminderte Fähigkeit, etwas zu Ende zu bringen.

    Bei mir gibts teilweise schon auch bessere Tage, an denen ich auch im Training mehr schaffe.
    Ich glaub, du hast wohl auf Psychotherapie angespielt. Ich weiß nicht,.. wie funktioniert das? Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie Gespräche bei sowas helfen sollen.
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    Beitrag  restausverkauf am Mo Aug 20, 2012 3:58 am

    Rami schrieb:
    restausverkauf schrieb:Johanniskraut ist der Feind jedes Pharmakologen. Finger weg von dem Zeug.

    Es sorgt dafür, dass in der Leber Enzyme aktiviert werden, die dann verstärkt z.b. Medikamente abbauen. Also vor allem wenn hier jemand die Pille nimmt drauf achten. Surprised

    Meinst du, dass Medikamente besser wären? Ich glaube, dass hier nur ganzheitlich vorgegangen werden kann. Johanniskraut ist ein pflanzliches Hilfsmittel, welches aber nicht die Ursachen beseitigt. Depressionen haben Ursachen, die erkannt und behandelt werden müssen. Ich hatte auch mal Probleme diesbezüglich. Medikamente hätten mir den "Todesstoß" versetzt! Sport hilft mir heute auf jeden Fall, mit schwierigen Situationen besser klar zu kommen und nicht mehr in eine Depression zu fallen.

    Ich habe mich überhaupt nicht zu Antidepressiva irgendeiner Art geäußert, sondern nur die Verharmlosung von Johanniskraut kritisiert. Nur weil etwas "pflanzlich" ist, ist es noch lange nicht harmlos. Und an Johanniskraut kommt man halt deutlich einfacher als an Antidepressiva.
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    Beitrag  Sonne am Mo Aug 20, 2012 5:14 am

    Resteausverkauf, natürlich ist nicht alles was natürlich ist hei-di-dei problemlos. Ansonsten könnte ich ihr auch raten, Fliegenpilz zu essen. Das soll tolle Höhenflüge auslösen.

    Trizeps, ich habe Johanniskraut genommen. Zusammen mit der Pille. Auf Verschreibung einer Ärztin. Der dieser Zusammenhang bekannt war, aber die dennoch grünes Licht gegeben hat.

    Eine Therapie kann dir insofern helfen, als dass die Probleme, die deiner Depression zugrunde liegen, aufgearbeitet werden könnten und daher im Hier und Jetzt kein Problem mehr auslösen können. Auch dein gegenwärtiges Leben wird bei sowas genauer betrachtet. Wenn du einen Leidensdruck hast außer die Trainingseinbußen, kannst du dort auch lernen damit umzugehen.

    Rami, deine Aussage ist nur halbrichtig. Es ist nicht nachgewiesen, ob erst der gestörte Hirnstoffwechsel da war und darauf die Depression kam, oder umgekehrt. Zu ersterer These gibt es Studien, die erbliche Faktoren analysiert und bestätigt haben. Zu zweiterer These gibt es die Erklärung, eine "seelische" Erkrankung (ausgelöst durch irgendwas) kann zu einer Veränderung im Organismus, in diesem Falle des Hirnstoffwechsels führen.
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    Beitrag  Rami am Mo Aug 20, 2012 9:51 am

    Trizeps schrieb:Johanniskraut habe ich noch nie probiert, da ich hormonell verhüte. Wäre aber evt. mal einen Versuch wert, wenn man wüsste, wie lang man das einnehmen muss, bis eine Wirkung einsetzt.

    Da ich nie hormonell verhütet habe, kann ich dir dazu nichts sagen. Mir selbst wurden in dieser Zeit Johanniskrautkapseln oder -tabletten (ich weiß das nicht mehr genau) verschrieben. Ich kam damit gut klar und bei mir reichte das. Gleichzeitig wurde damals eine Kur für mich beantragt.

    @Rami: Was genau hat dir geholfen und wie? Merkst du beim Training auch Leistungseinbußen, wenn du mal rückfällig wirst?

    Zu letzterem: nein. Eher im Gegenteil. Ich bin schon manchesmal ins Studio und fühlte mich nicht so gut und dann lief es super!

    Ich war dann 6 Wochen zu einer Kur und das erste Mal richtig lange von meiner Familie weg. Dort hatte ich die Möglichkeit, über psycho- und physiotherapeutische Behandlungen und sportliche Betätigungen ich meine Ängste zu verarbeiten, lernen neue Wege zu beschreiten, zur Ruhe zu kommen usw. Ich hab danach mein ganzes Leben umgekrempelt. Die letzte Konsequenz war die Trennung von meinem damaligen Mann. Ich begann auch mit Sport, allerdings war das zunächst nur Reitsport.
    Erst nach einer zweiten Kur, die mit Rückenproblemen zusammenhing, fing ich mit Laufen und noch später mit dem Fitness-Training an. Das Reiten ließ ich dann wieder. Der Aufwand war einfach zu groß.

    Mir half im Prinzip beides: Änderungen in meiner Lebenssituation, das Eingehen auf Seele, Geist und Körper und das Aktivwerden auch nach Außen. Mein Problem waren starke Angstzustände und Panikanfälle. Ich hab mich in dieser Zeit ziemlich verkrochen.

    Wobei ich glaube, man muss hier unterscheiden, denn die Krankheit hat ja doch recht viele Formen. Bei mir ist es eher der Mangel an Energie, die Trägheit, mangelndes Interesse an allem, Verminderte Konzentrationsfähigkeit und verminderte Fähigkeit, etwas zu Ende zu bringen.

    Bei mir gibts teilweise schon auch bessere Tage, an denen ich auch im Training mehr schaffe.
    Ich glaub, du hast wohl auf Psychotherapie angespielt. Ich weiß nicht,.. wie funktioniert das? Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie Gespräche bei sowas helfen sollen.

    Ja, es verschiedene Formen einer Depression. Meine Tochter hat darunter zu leiden (ganz anders als ich damals - es geht wohl eher in deine Richtung). traurig Ebenso meine Mutter (wieder anders), die z.B. ohne Psychopharmaka gar nicht klar käme. Leider.
    Ich denke, dass eine Therapie durchaus hilfreich sein kann oder ist, wenn man sie zulässt! Ich kenne mich mit sehr schweren Depressionen nicht so aus und weiß nicht, wie es da ist. Aber ich würde immer versuchen, mir helfen zu lassen, wenn ich nicht alleine damit klar komme! Man braucht dabei aber einen Therapeuten, zu dem man ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann. Sonst funktioniert das wahrscheinlich nicht. Ich würde immer erst versuchen, chemische Medikamente zu vermeiden. In jedem Fall geht das aber wahrscheinlich nicht.

    Ich habe seit dieser Zeit (1997) nie wieder so unter Angstzuständen gelitten. Ich weiß, dass ich in der dunklen Jahreszeit dazu neige, depressiv zu werden. Dann helfe ich mir mit Lesen, vielen Kerzen und auch mal Johanniskrauttee (wenn Einschlafpprobleme dazu kommen). Musik und Sport helfen mir genauso wie mein Glaube.
    Ich laufe an der frischen Luft. Ich liebe das Laufen in der Natur, im Wald. Das lenkt mich von mir selbst ab und hilft mir, Probleme zu verarbeiten.

    Ich weiß nicht, woher Depressionen kommen. Ob sie genetisch bedingt sind oder wo die Ursachen liegen. Ich weiß nur, dass man für sich selbst das Problem erkennen und auch akzeptieren muss. Wenn man wo weit ist, ist man auch bereit, sich helfen zu lassen. Das ist keine Schande! Lass dir helfen, Trizeps!
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    Beitrag  Körnerfresse am Di Aug 21, 2012 3:49 am

    Ich war vor ein paar Jahren bei einem Therapeuten, und der hat alles nur noch schlimmer gemacht... und sich einen scheißdreck für mich interessiert. Seitdem habe ich mich immer geweigert, wenn mir freunde gesagt haben, ich soll irgendwo hingehen. Die letzten Tage war ich aber wieder am überlegen, ob ich es nicht noch einmal versuche... Aber ich hasse es, mit menschen darüber zu reden, oder auch nur selber darüber nachzudenken, ich steige da sowieso nicht durch. Ich bini rgendwie nicht in der Lage, Gefühle zu erkennen oder zuordnen zu können, das verwirrt mich alles nur.

    Vor einem dreiviertel Jahr habe ich angefangen, im Fitnessstudio zu trainieren, davor habe ich mein Leben nie wirklich sport gemacht (habs 2mal mit Kampfsport probiert). Und ich muss sagen, das war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe, und es gibt nichts, was mir mehr hilft. Wenn ich depressiv bin und trainiere, kann ich mir sicher sein, dass ich danach wieder froh bin, ich bin abgelenkt, ich mach was aus mir... vor allem habe ich ein Ziel (Körper wie Scott Adkins Doofes Grinsen ), für das man viele Jahre braucht, um es zu erreichen. Klingt vielleicht dumm, aber genau das hindert mich daran, was blödes zu tun... ich seh in meinem Leben keinen sinn, außer Sport. Das ist das einzige, was mich wirklich glücklich macht. Deswegen habe ich ja auch entgegen eures Rates so früh mit dem Split angefangen, um öfter trainieren zu können Wink Ich danke euch übrigens dafür, dass ihr mir hier schon soviel weitergeholfen habt Smile

    Mich interessiert vor allem auch, inwiefern die Depressionen das Training beeinflussen (und nicht andersherum). Trotz gutem Training und guter Ernährung mach ich fast keine Fortschritte, was mich ziemlich schnell frustriert. Klar, hängt auch von der Genetik ab, aber jeder Discopumper ohne trainingsplan und ohne vernünftige Ernährung baut schneller auf als ich Very Happy ich hab ein paar verdauungsprobleme, für die ich die Depression verdächtige. Aber kann sich so eine Depression überhaupt negativ auf den Trainingserfolg auswirken, wenn ich trotz Frust immer gleich gut trainiere und esse??
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    Beitrag  Trizeps am Di Aug 21, 2012 11:54 pm

    Danke an alle für die interessanten Antworten Smile

    @Körnerfresse, ich hatte mit der Therapie ein ähnliches Problem. War schon bei verschiedenen Psychotherapeuten, aber wenn ich selber zahle ist es mir das Geld nicht wert (dafür, dass ich nicht wirklich an die Wirkung glaube) und wenn ich einen Kassenplatz habe frisst mich das schlechte Gewissen, weil ich denke, dass ich den Platz jemanden wegnehme, der ihn wahrscheinlich viel nötiger hätte, weil mal ehrlich, der Leidensdruck hält sich bei mir in Grenzen. Es ist zwar nervig, aber wenn man schon so lange damit lebt gewöhnt man sich irgendwie doch daran Wink Was aber nicht heißt, dass ich nicht nach wie vor etwas ändern möchte.

    Kann es eigentlich auch sein, dass du @Körnerfresse misstrauisch dem Therapeuten gegenüber bist? Ich meine, man weiß ja nie wie er zu einem steht und was er denkt. Das ist nämlich auch etwas was mich so stört. Wobei es einen komplett egal sein könnte, solange der Mensch seinen Job macht.
    Find ich super, dass du mit dem Sport jetzt so glücklich bist Very Happy
    Aber auch hier sehe ich wieder eine Ähnlichkeit zu meinem Training. Ich bin zwar bei der Ernährung nicht so diszipliniert wie du, aber ich habe auch immer das Gefühl, dass selbst Leute, die schlechter essen und weniger trainieren bessere Erfolge als ich haben Wink
    Wo ist eigentlich dein Log? Ich habe gestern vergeblich gesucht.

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    Beitrag  Sonne am Mi Aug 22, 2012 1:15 am

    Trizeps schrieb:War schon bei verschiedenen Psychotherapeuten, aber wenn ich selber zahle ist es mir das Geld nicht wert (dafür, dass ich nicht wirklich an die Wirkung glaube) und wenn ich einen Kassenplatz habe frisst mich das schlechte Gewissen, weil ich denke, dass ich den Platz jemanden wegnehme, der ihn wahrscheinlich viel nötiger hätte, weil mal ehrlich, der Leidensdruck hält sich bei mir in Grenzen. Es ist zwar nervig, aber wenn man schon so lange damit lebt gewöhnt man sich irgendwie doch daran Wink Was aber nicht heißt, dass ich nicht nach wie vor etwas ändern möchte.

    Ich bin nicht Körnerfresse, antworte aber trotzdem mal. Bei jedem kassenzugelassenen Therapeuten kannst du fünf Probesitzungen machen. Er/Sie wird dir dann auch ziemlich bald sagen, ob eine Therapie für dich sinnvoll ist oder aus seiner Sicht nicht notwenig. (Wobei sie eher zu ersterem tendieren). Ich mache es gerne am Leidensdruck fest. Allerdings kann das auch Grenzen haben. ProAna oder SVVler sehen nämlich teilweise keinen Leidensdruck mehr in ihrer "Lebensweise". Da hat die Therapie erst einmal zu leisten aufzuzeigen, dass diese Lebensweise nicht gesund ist. Bei Depressionen ist das allerdings meines Erachtens anders, da definitiv ein Leidensdruck durch verminderte Leistungsfähigkeit, eingeschränktes Sozialverhalten, bei Major-Depression auch Verlust des Lebensmutes auftreten.
    Trizeps, hast du schon mal darüber nachgedacht, wo deine Antriebslosigkeit noch herkommen könnte, um nicht gleich von einer depressiven Grunstimmung sprechen zu müssen? Bei mir ist es z.B. so, dass ich eine schlechtere Konzentrationsfähigkeit und große Müdigkeit habe, wenn ich Eisenmangel habe. Ich hab auch eine Freundin (Fleischesserin), die das ebenfalls so beschreibt. Wenn ich das merke, leite ich eine Eisenkur ein, und schon wenige Tage später geht es wieder besser.
    Deine Lage ist nochmal eine andere als bei Rami, die offensichtlich an einer Angsterkrankung gelitten hat. Das kann mit Depression zusammenhängen, ist aber eine eigenständige Sache, die auch anders behandelt wird.

    Körnerfresse (ich mag deinen Nick nicht; der ist so beleidigend), wie alt bist du? Wenn du dauerhaft keinen Sinn im Leben siehst, solltest du definitiv etwas ändern. Was hat der Therapeut deiner Meinung nach falsch gemacht? Du kannst auch gern per PN antworten (oder gar nicht).
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    Beitrag  Körnerfresse am Mi Aug 22, 2012 1:34 am

    Hey Trizeps,

    ich danke dir Smile Also was er von mir dachte, war mir eigentlich egal. Einmal hat er mich mit Absicht provoziert, dass das vegetarische (bzw vegan, bin ich da grade geworden) angeht. Ich habe auch nicht verstanden, was er damit bezwecken wollte. Warum ich nicht mit ihm zurechtgekommen bin, lag einfach daran, dass ich ihn nicht interessiert habe. Ich wusste ja nicht, was er hören will, was ich ihm erzählen soll. Er hat immer nur gefragt: "Was gibts neues" und ich habe gesagt "keine Ahnung, nichts". Dann meinte er, er sei kein Hellseher (als ob er mit einem kleinen Kind reden würde) und ich müsse schon von selbst reden. Mein Problem kannte er, ich habe erwartet, dass er jetzt was macht, um mir zu helfen, oder weitere Fragen stellt, die ihm helfen könnten.
    Außerdem war er einmal längere Zeit krank, und mir wurde mitgeteilt, dass man mir sagen würde, wenn er wieder da sei. Nach 2 Monaten habe ich angerufen und die waren sichtlich genervt von mir. Er war schon längere Zeit wieder da und sie haben mich nicht informiert. Ich war ihm egal, und weil ich von meiner Hausärztin zu ihm geschickt wurde hab ich ihm auch keine Kohle gebracht. Und ab da hab ich mir gedacht, dass es das nicht wert ist.

    Mein Log ist hier:
    https://veganstrength.forumieren.com/t2497-korner-fressen
    Da hab ich auch schon länger nicht mehr reingeschrieben Very Happy Ich habe jetzt angefangen, meine Kalorienmenge um 200kcal am Tag zu erhöhen, vielleicht liegt der Misserfolg ja auch daran. Mein Gewicht stagniert nämlich seit einiger Zeit.

    Dass ich jetzt wieder in eine Therapie will, liegt ehrlich gesagt zum größten Teil daran, dass ich befürchte, dass sich das negativ aufs Training niederschlägt. und das ist nunmal mein liebstes Hobby, wo ich so effektiv vorankommen will, wie es möglich ist. Ansonsten denke ich immer wie du, dass sich das nicht lohnt, auch weil ich es so gewohnt bin (auch wenn es das letzte Jahr deutlich schlimmer geworden ist) und ich noch sehr jung war, als ich noch gesund war.
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    Beitrag  Rami am Mi Aug 22, 2012 2:04 am

    Du bist noch sehr jung, Körnerfresser (wenn deine Altersangabe stimmt)! Irgendwie erinnert mich deine Beschreibung vom Therapeuten an meinen Therapeuten, den ich nach meiner Scheidung aufsuchte. Der schien auch desinteressiert. Aber das hat mich nicht interessiert. Ich wollte da raus. Ich wollte die Ehe und den ganzen Mist verarbeiten. Ich wollte keine Angstzustände mehr bekommen. Deshalb hab ich trotzdem durchgehalten und mir hat es geholfen!
    Der Therapeut bei der Kur war anders. Wir trafen uns auch auf der geistigen Ebene. Das war einfach gut! Aber so einen finde mal. Das ist gar nicht so einfach, zumal es mittlerweile so ist, dass die Therapeuten gar keine Termine mehr annehmen, weil sie absolut überlastet sind. Depressionserkrankungen nehmen massiv zu. Und es beginnt in der Kindheit und hört im Alter auf. Das ist furchtbar. Vor allem für die, die wirklich Hilfe brauchen!
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    Beitrag  rager am Mi Aug 22, 2012 4:06 am

    ich vermute bei mir zwar keine echte depression, aber eine dauerhafte, grund-depressive Stimmungslage.
    Einer von vielen Gründen, weshalb ich mit Kraftsport anfing. Es hilft. Aber ich denke, dass es Methoden gibt, die noch besser nud effektiver helfen. Zuästzliches Joggen hilft mir auch kurz-, sowie mittel- und langfristig! Smile

    muss dazu sagen, dass mdieses grundstimmung/unzufriedenheit bei mir wahrscheinlich eher von köreprlicher Seite rührt, speziell von neurobiologischer Seite. Und zwar ist mein Serotonin und Dopaminlevel wahrscheinlich ständig zu niedrig, "krankheitsbedingt".

    Sport hilft aber auf jeden Fall. Kampfsport ist auch sehr gut! Laaange Läufe sind aber auch perfekt.

    Ein sehr großes Problem bei der Diagnose "Depression" ist, dass dahinter oft eine andere Grunderkrankung oder Störung liegt. Z.B. Borderline, Schilddrüsen-Fehlfunktion oder ADHS. Wahrscheinlich noch mehr, wo Depressionen dann lediglich eine Begeliterkrankung darstellen und eine Therapie dann oft nichts nutzt.
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    Beitrag  Sonne am Mi Aug 22, 2012 4:49 am

    rager, Boderline ist was ganz anders. Das ist eine Persönlichkeitsstörung. Depression kann davon eine Facette sein. Glaub mir, einen Borderliner wirst du sehr leicht von einem Depressiven unterscheiden können. Cool Die kann nicht jeden einfach so ereilen, wie heutzutage eine Depression. Aber du hast recht. Auch körperliche "Störungen" wie Schilddrüse können das auslösen. Wie kommst du darauf, dass dein Dopamin/Serotonin-Haushalt gestört ist?
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    Beitrag  xTomx am Mi Aug 22, 2012 5:55 am

    Wenn man wirklich an Depressionen leidet, wird man nicht mehr zu Training gehen. Antriebslosigkeit ist gleichbedeutend mit der Beendigung aller Aktivitäten. Es ist ein gutes Zeichen wenn man trotz starker psychischer Belastung und Motivationslosigkeit zum Sport geht! Jetzt ist es nur wichtig aus dem Tief schnell heraus zu kommen.
    Ich spreche aus eigener Erfahrung. Leistungseinbruch ist normal und in Kauf zu nehmen. Mache etwas was dir vielleicht mehr Spaß machrn. Intensität runter, ordentlich Pumpen etc. Dein Ego muss wieder bedient werden Wink


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    Beitrag  rager am Mi Aug 22, 2012 6:08 am

    ehm, sonne, genau das hab ich doch geschrieben Wink dass depressionen eine begleiterkrankung oder wie du sagst "facette" sein kann. Allerdings nicht nur von BL, sondern eben auch die anderen geaannten und sicher noch mehr. Auch ene einfache depressive Verstimmung, also keine richtige Depressionm, ist eigentlich nahezu imemr bei den genannten Störungen dabei. Aber ich möchte ncihts in diese Richtung drängen Doofes Grinsen

    @xTomx: schöner Kommi und wenn ich ein eine Art Loch falle, sag ich mir "meinem Körper isses egal, der is trotzdem leistungsfähig" und hau dann genauso rein. Klappt auch ^^
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    Beitrag  Trizeps am Mi Aug 22, 2012 6:22 am

    @Sonne, an einen Nährstoffmangel habe ich auch schon gedacht. Ich werde demnächst mal mein Blut untersuchen lassen. Mit allen Vitaminen u. Mineralstoffen, dann weiß ich mehr.
    Die Diagnose Depression wurde mir vor einigen Jahren vom Facharzt erstellt. Kann natürlich sein, dass er sich geirrt hat.
    Die Angstzustände von denen Rami erzählt hat kenne ich auch zum Teil. Bei mir ist das sicher nicht so schlimm und kommt zum Glück nur phasenweise (Angst davor überfallen zu werden oder mich zu verletzen oder Angst, dass jemand anderem etwas zustößt). Es muss schrecklich sein, dauerhaft Angst zu haben Crying or Very sad
    Auch Gedanken an Selbstmord gehen immer recht schnell vorbei. Mich zieht oft die Gewalt allgemein runter. Gewalt in jeder Form: Filme, Nachrichten, Tierquälerei usw.. aber ich schaffe es meist, diese Gefühle zu verdrängen Smile Und Selbstmord ist auch ein gewaltvoller Akt, daher unmöglich auszuführen...
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    Beitrag  rager am Mi Aug 22, 2012 6:30 am

    Trizeps schrieb:@Sonne, an einen Nährstoffmangel habe ich auch schon gedacht. Ich werde demnächst mal mein Blut untersuchen lassen. Mit allen Vitaminen u. Mineralstoffen, dann weiß ich mehr.
    Die Diagnose Depression wurde mir vor einigen Jahren vom Facharzt erstellt. Kann natürlich sein, dass er sich geirrt hat.
    Die Angstzustände von denen Rami erzählt hat kenne ich auch zum Teil. Bei mir ist das sicher nicht so schlimm und kommt zum Glück nur phasenweise (Angst davor überfallen zu werden oder mich zu verletzen oder Angst, dass jemand anderem etwas zustößt). Es muss schrecklich sein, dauerhaft Angst zu haben Crying or Very sad
    Auch Gedanken an Selbstmord gehen immer recht schnell vorbei. Mich zieht oft die Gewalt allgemein runter. Gewalt in jeder Form: Filme, Nachrichten, Tierquälerei usw.. aber ich schaffe es meist, diese Gefühle zu verdrängen Smile Und Selbstmord ist auch ein gewaltvoller Akt, daher unmöglich auszuführen...

    hm, ist nicht ganz billig so eine Überprüfung der Nährstoffe und ich weiß nicht, ob die das überprüfen mit der Begründung "Depression" o.Ä... Müsste man versuchen

    Psychologen diagnostizieren teilweise gerne drauf los. Kann gut sein, dass die Diagnose falsch war.

    Und was du beschreisbt, was dich runterzieht, das ist bei mir genauso und finde ich auch normal.
    Auch ab und zu, alle paar monate selbstmordgednaken, die abr schnell wieder verfliegen und ich auch nicht so ernst nehme.
    Wenn es einen nicht runterziehen würde, ist man eher krank ^^ Aber versuchen, die Gefühle abzuwesien, ist gut und tue ich auch, um nicht "gelähmt" zu sein.

    Angst, überfallen zu werden, ist mehr als normal. Man soltle als Frau meiner Meinung nach, möglichst immer pfefferspray beihaben oder eben sich selbst zu verteidigen wissen.
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    Beitrag  Trizeps am Mi Aug 22, 2012 9:50 am

    Hm ja, bei den Ängsten hängt es halt von Intensität und individuellen Leidensdruckab ob sie noch als normal bezeichnet werden können.. ich beginn oft zu weinen, wenn ich mir vorstelle, dass jemand stirbt oder dergleichen.
    Naja, ich hab ja auch noch andere psychische Leiden, aber egal, will hier nicht mein ganzes Leben ausbreiten Laughing Es fällt mir nur auf, dass ein solches Leiden bei vielen Leuten nicht alleine kommt (wie ihr beiden auch schon erwähnt habt..)
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    Beitrag  Körnerfresse am Mi Aug 22, 2012 9:56 am

    Hey Tom,

    vielen Dank für den Beitrag, das fand ich sehr ermutigend Smile Ich muss mich mit meinem Ego beim Training aber ein wenig zurückhalten, da ich ja noch Anfänger bin und grade beim Kreuzheben und Beinpresse dazu neige, sehr zu übertreiben^^ an der Beinpresse schaffe ich mit 150kg 7 Wiederholungen, was für mich jedes Mal ein richtiges Hochgefühl ist. Aber in letzter Zeit habe ich Knieschmerzen, die wahrscheinlich darauf zurückzuführen sind Doofes Grinsen deshalb erstmal etwas ruhiger angehen lassen Smile


    Antriebslosigkeit würde ich mir schon zuschreiben. Ich bin stinkfaul und kann mich zu nichts aufraffen. Merk ich vor allem in der Schule und beim musikmachen. Mit dem Sport klappt es aber trotzdem meistens, weil es mir soviel Spaß macht und weils in der Schulzeit fest in meinen Alltag integriert ist. Und wenn ich mich im Unterricht langweile, freue ich mich schon richtig darauf, mich danach richtig auszupowern Smile Anstzustände habe ich aber definitiv nicht, dafür eine Gefühlskälte. Ob ich jetzt wirklich Depressionen habe oder nicht, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es mir beschissen geht, dass ich oft sowas wie eine depressive Phase habe (mindestens einmal täglich) mit Selbstmordgedanken und leichtem SVV traurig . Zum Glück noch nicht oft vorgekommen. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich ziemlich aggressiv geworden bin, was man mir aber von außen nicht anmerkt.
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    Beitrag  rager am Mi Aug 22, 2012 2:10 pm

    Trizeps schrieb:ich beginn oft zu weinen, wenn ich mir vorstelle, dass jemand stirbt oder dergleichen.

    :\ mach einfach 'mal den den Test. Liefert keineswegs ne Diagnose, ist ja kalr, aber regt zum nachdenken an. tongue

    Trizeps schrieb:Naja, ich hab ja auch noch andere psychische Leiden, aber egal, will hier nicht mein ganzes Leben ausbreiten

    schade xD
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    Beitrag  Sonne am Do Aug 23, 2012 7:06 am

    Hi Trizeps,

    Trizeps schrieb:Mich zieht oft die Gewalt allgemein runter. Gewalt in jeder Form: Filme, Nachrichten, Tierquälerei usw.. aber ich schaffe es meist, diese Gefühle zu verdrängen Smile Und Selbstmord ist auch ein gewaltvoller Akt, daher unmöglich auszuführen...

    Diese Dinge werden "Trigger" genannt. Sie triggern (ziehen) einen in eine negative Spirale. Wenn du aber darum weißt, solltest du diese einfach vermeiden soweit es geht. Aber das hast du ja selbst schon geschreiben.

    Was rager schreibt, verschlägt mir dagegen die Sprache:
    Und was du beschreisbt, was dich runterzieht, das ist bei mir genauso und finde ich auch normal.
    Auch ab und zu, alle paar monate selbstmordgednaken, die abr schnell wieder verfliegen und ich auch nicht so ernst nehme.
    Wenn es einen nicht runterziehen würde, ist man eher krank ^^ Aber versuchen, die Gefühle abzuwesien, ist gut und tue ich auch, um nicht "gelähmt" zu sein.

    Nein, Selbstmordgedanken haben "alle paar monate" ist nicht normal! Auf keinen Fall. Und da sollte dann auch was dagegen unternommen werden. Zumindest einmal einen Termin zu den fünf Beratungssitzungen bei einem Facharzt machen, wäre da meiner Meinung nach wirklich angezeigt.
    Wobei ich da nochmal einen Unterschied machen möchte zwischen rager und Körnerfresse, die ja beide noch "auf dem Weg" sind (Selbstfindung, Abnabelung von Eltern, Start ins Leben, etc.), während Trizeps eigentlich schon eine stabilere Lebensphase erreicht haben sollte. Daher finde ich, dass vor allem Trizeps, du mal genauer drauf schauen solltest. Bei der Angst-geschichte bin ich auch nicht ragers Meinung. Wenn dich Gedanken quälen, jemand könnte sterben und dich das in Tränen ausbrechen lässt, dann ist das nicht normal und sollte auch genauer betrachtet werden. Geht vielleicht schon in Richtung Zwangsstörung (zwanghafte Gedanken). Meine Aussagen sind maber hier aus der Ferne unter Vorbehalt. Ich bin keine Therapeutin.
    Körnerfresse, wenn du täglich an Suzid denkst und SVV betreibst, ist es für dich höchste Zeit auch einen Therapeuten aufzusuchen. Aggressivität ist oftmals die Vorstufe von Depression. Aggression erzeugt Depression. Wenn du also schon bewusst wahrnimmst, dass sich bei dir etwas verändert, du aggressiv wirst, ist das schon ein gutes Zeichen, dass du deine Gemütsveränderungen schon wahrnimmst. Viele können das nicht uns müssen erst mühevoll lernen erst einmal in sich hineinzuhorchen.

    Ich würde deine Aussage, Tom, wer depressiv ist, geht gar nicht mehr trainieren, nicht so unterscheiden. Dass trifft sicher für eine starke Depression zu (major) aber nicht für die mittelstarke und schwache (minor) oder depressive Verstimmungen. Daher würde ich's nicht nur daran festmachen.
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    Beitrag  rager am Do Aug 23, 2012 7:35 am

    Wichtige Meinung, wie ich finde. Wobei ich mich selbst nicht so ernst nehme und diese Gedanken habe ich wirklich nur alle 4-8 Monate einmal für 10min oder so. Einfach, weil der Druck/Stress zu groß wird und ich nicht weiter weiß und keine Lust mehr habe.

    Ich nehme solche Gedanken einfach nicht ernst. Finde die für mich selbst eher lächerlich und bin mir bewusst, dass es halt für mein Gehirn einfach nur natürlich ist, so zu reagieren - auf solche Situationen. Ich erkenne das und gut ist. Hilft bei mir jedenfalls ^^

    Aber ich möchte auch nicht zu viel über so etwas schreiben/reden. Irgendwie zieht allein DAS schon runter xD Zumidnest ein Sensibelchen wie mich Blll

    gruß
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    Beitrag  mario ninja am Do Aug 23, 2012 7:45 am

    @ körnerfresse. deine beschreibung vom besuch beim psyschiater kommt mir ziemlich bekannt vor.
    war auch bei ein paar psychiatern und die kamen mir genauso gelangweilt und unmotiviert wie manch lehrer in der schule vor. ich hab bis heute nicht verstanden was eine "therapie" überhaupt sein soll.
    die wollten einfach, dass ich ihnen irgendwas erzähle, alles erzähle, kam mir genauso strange wie bei einer beichte vor, dabei kenne ich diese personen überhaupt nicht. warum soll ich denen alles über mich erzählen und wie soll diese person, die gar nicht an mir interessiert zu sein scheint, sondern nur dass der tag rumgeht und sie ihr geld aufs konto bekommt, mir helfen können. ich hab immer gesagt, ich hab jetzt schon so viel erzählt, wann beginnt die therapie? darauf hieß es immer nur, ich müsse nochmal wieder kommen und noch mehr erzählen. die medikamente hab ich immer verweigert.
    ich denke in den meisten fällen ist das reden nur pro forma und der wirkliche psychiater ist das medikament.
    also ich weiß nicht wie ein psychiater mir helfen könnte, ich kenne mich sehr gut und weiß selbst was meine probleme sind, dazu brauch ich keinen sogenannten experten. ich habe bis jetzt noch keinen intelligenten psychiater gesehen. die kamen mir jedes mal kränker vor als ich selbst.

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