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    Altruismus = Veganismus

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    Altruismus = Veganismus Empty Altruismus = Veganismus

    Beitrag  Gast am Di Nov 27, 2012 8:38 am

    Altruismus ist die uneigennützige Handlungen, die für das Lebewesen selbst nachteilig, für die Artgenossen oder andere Lebewesen von Vorteil sind.

    Im Prinzip gilt das für den Veganismus. Vegan zu leben ist in unserer Welt erstmal ein Nachteil. Geringeres Konsumangebot, Diverse Probleme in der Gesellschaft (gemeinsam Essen gehen, Gruppenverpflegung, etc.).

    Meine Frage wäre, ob Veganer per se auch im Alltag zum Altruismus neigen.
    Ich erkenne an mir, daß ich schon sehr viel (vielleicht zuviel) Rücksicht nehme.
    Ist mir heute in der überfüllten Stadt aufgefallen.

    Paar Beispiele:
    - Ich lass erstmal alle einsteigen in die Strassenbahn (was dann bedeuten kann, das ich stehen muss).
    - Ich nehme Rücksicht, wenn mir jemand in den Weg läuft (wenn ich draufhalten würde, würden wir zusammenstossen....denn der andere nimmt keine Rücksicht).
    - Wenn eine neue Kasse aufmacht, renne ich nicht sofort hin, sondern bleib stehen und lass andere vor.
    etc.

    Mir fällt das gerade mal auf, aber eigentlich gefällt es mir gar nicht.
    Wie ist das bei euch? Sind da auch altruistische Züge im Alltag mit anderen Menschen zu erkennen?
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    Altruismus = Veganismus Empty Re: Altruismus = Veganismus

    Beitrag  Trizeps am Di Nov 27, 2012 9:06 am

    Ja, ich mache sogar oft für fremde Menschen etwas, was für mich einen Nachteil oder gewisse Strapazen bedeutet, z.B. mal 45 Minuten mit Öffis gefahren um einer fremden Person aus einem Forum meinen Salat zu schenken,... und 45 Minuten wieder zurück
    Aua!
    Auch sage ich oft nicht meine Meinung um den Frieden zu wahren oder weiche anderen aus oder lasse andere an der Kasse vor usw.
    Ich habe jetzt aber beschlossen, dass ich zumindest Erstgenanntes und Ähnliches nicht mehr machen werde und das nicht zuletzt deshalb, weil ich das Gefühl habe, dass es mir nicht wirklich gedankt wird und dass kein anderer Mensch jemals etwas Derartiges für mich machen würde.
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    Altruismus = Veganismus Empty Re: Altruismus = Veganismus

    Beitrag  Gast am Di Nov 27, 2012 9:13 am

    Trizeps schrieb:
    Auch sage ich oft nicht meine Meinung um den Frieden zu wahren...

    Daas hatte ich früher auch. Das habe ich aber seit einigen Jahren verändert, sodaß es auch schonmal kracht. Aber die Tendenz ist da, sprich ich muss jeden Tag von neuem drauf achten, nicht wieder in alte Muster zurück zu fallen.
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    Altruismus = Veganismus Empty Re: Altruismus = Veganismus

    Beitrag  Körnerfresse am Di Nov 27, 2012 9:25 am

    Man könnte aber auch argumentieren, dass es keinen Altruismus gibt, da z.B. das Vegansein immernoch das eigene Gewissen beruhigt. Ist aber ja eigentlich egal, weil das Resultat ja dennoch positiv ist und weniger Lebewesen leiden.


    In solch alltäglichen (und eher unrelevanten) Situationen bin ich meistens eher egoistisch... also was z.B. Sitzplätze in öffentlichen Verkehrsmittel angeht. Andererseits helfe ich eigentlich immer, wenn jemand z.B. eine Radpanne hat. oder letztens hab ich einem Jungen Busgeld gegeben, weil er seins vergessen hatte und der Busfahren ihn rausschmeißen wollte.


    Grundsätzlich denke ich, dass ein rücksichtsvoller Umgang im Alltag schon wichtig ist, aber nicht ansatzweise so wichtig wie der politische übergeordnete Umgang. Immer nett zu sein ist mMn nicht so gut wie es schlecht ist, Kinder für billige Klamotten arbeiten zu lassen oder Tiere für billiges Fleisch zu quälen. Verhalten, dass sich auf Leben und Tod von Lebewesen auswirkt finde ich wichtiger.
    Andererseits ist es in der Bewertung meist andersherum, da das alltägliche nah und persönlich ist. Was in Afrika passiert seh ich nicht, außerdem spüre ich keine positiven Konsequenzen, wenn ich nur noch Fairtrade kaufe, wegen der genannten Entfernung. Andersherum spüre ich halt die Dankbarkeit, wenn man einem Menschen einen persönlichen Gefallen tut. Eigentlich ziemlich verdreht das ganze.

    Keins von beidem sollte aber eine Rechtfertigung für das andere sein. Auch ein Veganer muss im persönlichen Leben nicht unbedingt ein Arschloch sein Very Happy
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    Altruismus = Veganismus Empty Re: Altruismus = Veganismus

    Beitrag  purified am Di Nov 27, 2012 9:28 am

    Hm, auf jeden Fall. Aber gleichzeitig erwarte ich irgendwie von anderen unterbewusst ein ähnliches Verhalten. Und wenn das nicht gegeben ist, bin ich angepisst. Wink
    Das Problem ist, dass ein solches Verhalten von manchen Menschen schamlos ausgenutzt wird. Daher zeig ich bewusst immer öfter die kalte Schulter, auch wenn ich weiß das ich normalerweise anders gehandelt hätte.
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    Beitrag  Clemens am Di Nov 27, 2012 9:31 am

    Hallo gorilla,

    interessante Denkrichtung cheers

    Ich finde auch, dass man vegane Menschen bis zu einem gewissen Grad als altruistisch bezeichnen kann. Wobei die Frage ist, ob wir den Tieren "helfen", weil wir sie nicht essen. Also wenn ich einen Menschen auf der Straße begegne und nur an ihm vorüber laufe ohne ihn anzugucken oder zu grüßen, helfe ich ihm also, nur weil ich ihn nicht esse? Doofes Grinsen
    In unseren Augen wäre das nämlich eine Selbstverständlichkeit und nicht unbedingt eine Hilfs-Aktion.

    Gorilla, du meinst wahrscheinlich, dass wir wollen, dass die gefangenen Tiere befreit werden etc. ,und die Gefangennahme von unschuldigen Lebewesen ist ja nun mal ein Fakt in unserer Gesellschaft. Also dadurch, dass wir zu deren Befreiung beitragen bzw. uns immerhin nicht schuldig machen, kann man uns altruistisch nennen.

    Wobei Eigenlob ja stinkt und ich hoffe, ich hinterlasse keinen Geruch ... Wink
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    Beitrag  Ottomane am Di Nov 27, 2012 9:44 am

    Ich würde mich persönlich eher als hilfsbereit beschreiben als nett.

    Ich lasse Personen, die nicht gut stehen können auf meinen Sitzplatz, lasse aber gesunde Menschen nicht einfach vor.
    Wenn eine neue Kasse aufgemacht wird, beweg ich mich dorthin, hetze oder drängle aber nicht.
    Wenn mich jemand um Hilfe bittet, gewähre ich sie. Ich springe in der Regel jedoch nicht von alleine vor (kommt auch drauf an, wer es ist).

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    Beitrag  Körnerfresse am Di Nov 27, 2012 9:55 am

    Clemens schrieb: Also wenn ich einen Menschen auf der Straße begegne und nur an ihm vorüber laufe ohne ihn anzugucken oder zu grüßen, helfe ich ihm also, nur weil ich ihn nicht esse? Doofes Grinsen
    In unseren Augen wäre das nämlich eine Selbstverständlichkeit und nicht unbedingt eine Hilfs-Aktion.
    Wenn es gesellschaftlicher Standard wäre diese Menschen zu essen, du es aber nicht tust und dadurch Nachteile erleidest (oder zumindest keine Vorteile erhälst), so kann man das durchaus als altruistisch bezeichnen.

    Ottomane schrieb:Ich würde mich persönlich eher als hilfsbereit beschreiben als nett.

    Ich lasse Personen, die nicht gut stehen können auf meinen Sitzplatz, lasse aber gesunde Menschen nicht einfach vor.
    Wenn eine neue Kasse aufgemacht wird, beweg ich mich dorthin, hetze oder drängle aber nicht.
    Wenn mich jemand um Hilfe bittet, gewähre ich sie. Ich springe in der Regel jedoch nicht von alleine vor (kommt auch drauf an, wer es ist).

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    Altruismus = Veganismus Empty Re: Altruismus = Veganismus

    Beitrag  xeper am Do Nov 29, 2012 10:14 am

    Ich würde mal vermuten, dass Veganer generell weniger egoistisch sind als die Durchschnittsbevölkerung. Ich bin i.d.R. nett und sehr hilfsbereit. Für Tiere habe ich schon viele Handlungen gemacht, von denen ich persönlich einige Nachteile hatte (nervlich, zeitlich und finanziell). Da ich nicht anders leben kann und will, ist das für mich aber vollkommen ok. Allerdings berührt mich das Leid von Tieren mehr wie das Leid von Menschen. Sowas darf man ja kaum sagen, aber es ist einfach so. Das liegt daran, dass Tiere noch hilfloser sind. Die werden sich nie aus eigenen Antrieb aus der Hand ihrer Peiniger befreien können. Es wird nie zum Aufstand der Kühe, Schweine und Schafe kommen. Es werden sich auch keine Tiere selbst aus den Folterlaboren befreuen können. Es muss Menschen geben, die sich für sie einsetzen.

    Hermann Hesse sagte mal, dass große Denker schon immer die Menschheit verachtet hätten, ihm aber daran gelegen sei, die Menschen lieben zu können. Eine noble Einstellung, die ich nicht teilen kann. Ich bin immer wieder schockiert, wie egoistisch und bösartig Menschen sein können. Besonders wenn es um die Behandlung von Tieren geht. Neugierige Wale schwimmen vor die Schiffe der Japaner und werden brutal abgeschlachtet, gezähmte Gänse laufen hinter dem Bauer her bis zum Schlachter, hier in der Nachbarschaft quält jemand Katzen zu Tode und filmt das mit dem Handy. Solche Menschen hasse ich! Da ist von Altruismus keine Spur.

    "Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er selber leidet?" (Romain Rolland)
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    Beitrag  Gast am Di Dez 04, 2012 11:14 am

    xeper schrieb:Allerdings berührt mich das Leid von Tieren mehr wie das Leid von Menschen. Sowas darf man ja kaum sagen, aber es ist einfach so. Das liegt daran, dass Tiere noch hilfloser sind. Die werden sich nie aus eigenen Antrieb aus der Hand ihrer Peiniger befreien können. Es wird nie zum Aufstand der Kühe, Schweine und Schafe kommen. Es werden sich auch keine Tiere selbst aus den Folterlaboren befreuen können. Es muss Menschen geben, die sich für sie einsetzen.


    Das ist ein verdamter Teufelskreis, kenne ich.....er vergiftet das denken....

    Ich habe irgendwo mal eine Anzeige gesehen, welche im Vergleich die Population der Menschen und der Gorillas gezeigt hat.
    Bei den Menschen ist der Zählerstand gerast...immer weiter nach obene....
    7.200.000.000 Menschen und jede Sekunde mehr. Berggorillas gibt es nur noch 880 Gorillas auf diesem Planeten und das wegen dem Menschen....Lebensraumzerstörung, illegaler Jagd und Tierhandel, vom Menschen übertragene Krankheiten (Atemwegsinfektionen).

    Das sind gutmütige, friedliebende Tiere. Wirklich schwer Menschenfreund zu bleiben.....

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    Beitrag  Clemens am Do Dez 06, 2012 9:42 am

    Super schönes Video, gorilla! Bei sowas geht mir immer das Herz auf! :-)

    Ich versuche einfach immer, jedes Lebewesen gut zu behandeln. Aber ich merke auch, dass ich eig. sofort Sympathien zu jedem Tier empfinde. Egal, ob es "langweilig" oder "hässlich" ist. Meine Freundin ist da z.B. etwas anders: sie mag Hunde, aber auch nur solche, dir ihr optisch "zusagen". Ich dagegen kann sofort jeden Hund ins Herz schließen, egal welche Rasse oder wie er aussieht :-)

    Ich studiere übrigens Lehramt Förderschule, aber habe Zivilidienst, Praktika, Arbeit und schließlich Studium schon vor den Start meiner veganen Ernährung in diesem Bereich gemacht bzw. angefangen.
    Ich weiß nicht, ob es da vllt. ein (unbewusste) "Systematik" in meinem Inneren gibt. Ich glaube, ich achte einfach besonders auf die Rechte und Leiden von denjenigen, die in der Gesellschaft keine Stimme haben bzw. deren Stimme nicht gehört wird.
    Schon als Kind habe ich eig. immer zu den "Underdogs" oder Schwächeren gehalten. Einfach weil sie leiden und Hilfe brauchen.

    Und ich denke in diesem Zusammenhang ist die vegane Ernährung wohl nur die logische Schlussfolgerung Go vegan!

    Aber ich habe oben ja im vorherigen Beitrag schon geschrieben, dass ich nicht weiß, ob ich vegane Ernährung als altruistisch betiteln würde. Sie ist einfach eine Selbstverständlichkeit und gesellschaftliche Nachteile finde ich nicht so enorm bzw. ich weiß nicht, ob ich sie als Nachteile bezeichnen würde. Ist es ein Hilfe-Verhalten, ein Lebewesen nicht zu essen? Ist es nicht eher eine Selbstverständlichkeit?
    Das Harte ist einfach, mit dem unendlich großen Leid klarzukommen, dass unschuldige Lebewesen (menschliche und nichtmenschliche Lebewesen) jede Sekunde auf dieser Welt erfahren.
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    Beitrag  xeper am Fr Dez 07, 2012 11:09 pm

    Clemens schrieb:Ist es ein Hilfe-Verhalten, ein Lebewesen nicht zu essen? Ist es nicht eher eine Selbstverständlichkeit?

    Ich sehe das auch so. Aber ich muss immer wieder mit Erschrecken feststellen, wie gleichgültig die Allgemeinheit dem Leid der Tiere gegenüber steht. "Hauptsache es schmeckt". Der Rest ist den meisten Menschen doch scheissegal. Die "Krone der Schöpfung"? Lächerlich. Höchstens die Dornenkrone.
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    Beitrag  Gast am Fr Dez 07, 2012 11:26 pm

    xeper schrieb:Höchstens die Dornenkrone.

    Dornenkrone der Schöpfung Doofes Grinsen

    Danke für die Inspiration Daumen hoch!

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