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    Zucker in der Nahrung - harmlos oder nicht?

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    Zucker in der Nahrung - harmlos oder nicht? Empty Zucker in der Nahrung - harmlos oder nicht?

    Beitrag  Gast am Sa Dez 26, 2009 9:31 pm

    Moin, hier ein interesannter Text über Zuckerkonsum.
    Recht interessant!

    Zucker in der Nahrung - harmlos oder nicht?

    Ist Zucker (genauer: Haushaltszucker -Saccharose) eigentlich ungesund? Diese Frage beschäftigt mich schon seit Jahren, da ich mich (leider) bislang zu den Süßigkeiten-Junkie zählen musste.
    Doch was ist wirklich dran? Und was sagt die Wissenschaft?

    Laut einer schwedischen Studie vom Karolinska Institut könnte eine hohe Zuckeraufnahme (über einen langen Zeitraum) die Entstehung von Pankreas-Karzinomen (Bauchspeicheldrüsen-Krebs) fördern, so der Bericht der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.(1).
    Etwa 80.000 Männer und Frauen gaben über 8 Jahre ihre Ernährungsgewohnheiten zu Protokoll. In dieser Zeit erkrankten 131 Teilnehmer an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dabei wurde festgestellt, dass der Zuckergehalt der Nahrung einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung der Krankheit hatte. Personen, die verstärkt zuckerhaltige Lebensmittel konsumieren, wiesen ein um bis zu 90 Prozent höheres Erkrankungsrisiko auf(2).
    Weitere negative Einflüsse von Zucker im Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs (u.a Dickdarmkrebs) werden diskutiert(6,7).
    Ferner ist bei einem übermäßigen Zuckerkonsum neben dem erhöhten Risiko für Pankreastumore ebenso die Gefahr einer Insulinresistenz und damit die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ II gegeben(5).
    Die Wissenschaftlerin Simin Liu von der Harvard School of Public Health in Boston hatte in einer Studie Ernährungsgewohnheiten untersucht und diese Daten wurden dann mit denen des US Center for Disease Control and Prevention verglichen und im Wissenschaftsmagazin American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht. Auffallend war in den Untersuchungen, daß eine eskalierenden Menge an Zucker in verarbeiteten Nahrungsmitteln konsumiert wurde. Lius Untersuchungen zeigte hierbei eindeutige Indizien, dass Menschen, die größere Mengen von raffinierten Kohlehydraten zu sich nehmen, auch häufiger an Diabetes erkranken(3).
    Eine Kohortenstudie (Nurses Health Study) für 91249 Frauen zeigte ferner eine Gewichtsveränderungen von 51603 Frauen welche häufig zuckerhaltige Getränke konsumierten. Hiervon wurde in 741 Fällen Typ-2-Diabetes nachgewiesen. Die Autoren schließen daraus, dass der Konsum von mit Zucker gesüßten Getränken das Risiko für Gewichtszunahme und das Auftreten eins Typ-2-Diabetes-mellitus bei Frauen erhöht(4).

    Haushaltszucker (Saccharose) besteht je aus einem Molekül Glucose und Fruktose. Große Mengen an Fruktose erhöhen das gesundheitsgefährdendem Cholesterin und Triglyceriden im Blut (so der Studienautor John Bantle von der Universität von Minnesota in Minneapolis). Erhöhten Blutfettwerte begünstigen auf längere Sicht Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der benannten amerikanischen Studie erhielten Männer 5 Wochen lang große Menge Fruktose. Innerhalb kurzer Zeit schnellten die Werte an Cholesterin und Triglyceriden um 32 Prozent im Blut in die Höhe und sanken auch eine Woche nach Beendigungen der Studie nicht ab.

    Wenn auch hier noch reichlich Diskussionsbedarf vorliegt, zeigt sich auf, dass Haushaltszucker (Saccharose) alles andere als harmlos ist. Allgemein anerkannt sind ein deutlicher Kariesanstieg und Zahnhartsubstanzschäden bei Zunahme des Zuckerkonsums.
    Der geneigte Leser darf überlegen, warum die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgibt, dass maximal 10% der aufgenommen Nahrung aus Zucker bestehen sollte (ca. 50 -60 Gramm, wobei hier Zuckerbeigaben (Fertigprodukte, Konserven...) mit berücksichtigt werden müssen).
    Die Realität sieht leider anders aus, denn der Zuckerkonsum liegt in EU-Ländern bei rund 100-140 Gramm täglich.

    Referenzen:
    (1) Larsson SC, Bergkvist L, Wolk A: Consumption of sugar and sugar-sweetened foods and the risk of pancreatic cancer in a prospective study. Am J Clin Nutr. 2006;84(5):1171-1176

    (2) Schernhammer ES, Hu FB, Giovannucci E, Michaud DS, Colditz GA, Stampfer MJ, Fuchs CS. Sugar-sweetened soft drink consumption and risk of pancreatic cancer in two prospective cohorts. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2005;14(9):2098-2105

    (3) Janket, S.-J., Manson, J. E., Sesso, H., Buring, J., Liu, S.: A prospective study of sugar intake and risk of type 2 diabetes in women. Diabetes Care 26 (2003), 1008–1015.

    (4) Schulze MB, Manson JE, Ludwig DS, Colditz GA, Stampfer MJ, Willet WC, Hu FB: Sugar-Sweetened Beverages,Weight Gain, and Incidence of Type 2 Diabetes in young and Middle-Aged Women. JAMA 8 (2004) 927–934

    (5) Brand-Miller J.C.: Glycemic Load and Chronic Disease. Nutrition Reviews, Volume 61, Supplement 1, 1 May 2003 , pp. 49-55(7)

    (6) Giovannucci E.:Insulin and colon cancer. Cancer Causes Control. 1995 Mar;6(2):164-79. Channing Laboratory, Department of Medicine, Harvard Medical School, Boston, MA 02115, USA.

    (7) Sudha B Biddinger and David S Ludwig: The insulin-like growth factor axis: a potential link between glycemic index and cancer. American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 82, No. 2, 277-278, August 2005 From the Research Division, Joslin Diabetes Center, and the Department of Medicine, Harvard Medical School, Boston, MA (SBB), and the Division of Endocrinology, Children’s Hospital, Boston, MA (SBB and DSL)
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    Beitrag  Mr. P am So Dez 27, 2009 10:09 am

    hey dank dir für das on stellen des beitrags.
    find den text sehr interessant, nur bin ich persönlich zu faul mir die ganzen quellen / studien anzueignen.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mo Sep 16, 2019 9:35 pm