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    Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

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    Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Gast am So Feb 17, 2013 11:29 pm

    Kurz die Vorgeschichte:
    Ich werde ab Ende September für 4 Wochen nach Ecuador gehen, dort an einem Freiwilligenprojekt mitarbeiten bei dem Tiere die vom Zoll beschlagnahmt werden medizinisch versorgt und dann wieder in den Regenwald entlassen werden.

    Die erste Woche werde ich bei einer Host Familie in Quito (Hauptstadt von Ecuador) leben, dann 3 Wochen in dem Wildanimal Rescue Center. Nun mein Problem - die Menschen in Ecuador sind wohl ziemlich verwundert und dankbar wenn reiche Europäer dorthin kommen und denen unentgeltlich helfen. Daher wollen die uns immer besonders "verwöhnen" indem sie ihr ganzes Geld zusammenkratzen um mir ein Huhn servieren zu können oder so. Ja, Fleisch kann und werde ich nicht essen, das bring ich einfach nicht hin. Eier und Milch würde ich hinbekommen, will ich aber eigentlich nicht.

    Tja und jetzt meine Frage - wo endet die Moral Menschen und wo beginnt sie Tieren gegenüber. Ich glaube es ist für mich ethisch sehr sehr schwer vertretbar, diese "besonderen Gaben" (die wahrscheinlich eh nur 1x pro Wochen oder so vorkommen) auszuschlagen,... Aber ich will keine Tiere benützen!

    Was würdet ihr denn tun?
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    SlashZero
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  SlashZero am Mo Feb 18, 2013 2:33 am

    Wahrscheinlich würde ich in deiner Situation denen von vornherein klarmachen, dass ich das nicht möchte. Ist wahrscheinlich ein schwacher Ansatz meinerseits, aber ich könnte das einfach nicht.
    Tiere und auch sich selbst schädigen, weil man entgegen der eigenen Ideologie handelt (was mich richtig fertig machen würde), oder die Leute aus Ecuador enttäuscht und mit weniger Geld zurücklassen. Für mich wärs keine schwierige Entscheidung, aber ich verstehe deine Bedenken schon irgendwie.
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  chris am Mo Feb 18, 2013 5:21 am

    ich würde niemenanden hier um eine meinung bitten oder so eine entscheidung treffen lassen. du hast dich doch schon entschieden. steh zu dir selbst und beantworte deine fragen/bedenken im gespräch mit dir.

    das ist nicht negativ-kritisch oder von oben herab gemeint!
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Malte am Mo Feb 18, 2013 6:44 am

    Ich habe auf nem veganen Stammtisch mal einen türkischen Nato-Luftwaffenoffizier kennen gelernt der zwar "vegan" lebte, allerdings nur soweit es sein Beruf zuliess. Er meinte wenn er z.B. mit Vorgesetzten was essen geht, kann er das einfach nicht ablehnen.

    Aber in deinem Fall kannst du doch die Familien bzw. die Organisation vorher informieren oder?
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  robert am Mo Feb 18, 2013 7:28 am

    Das was Chris sagt!

    Ich möchte aber noch zusätzlich (da du gefragt hat) meine Meinung anmerken: Man sollte auch nie vergessen, dass ein veganes Leben keine oder kaum "direkte" Konsequenzen für die Tiere hat. Es braucht mehr als eine handvoll Menschen, um allein durch die Konsumentscheidungen etwas zu bewirken. Der größte Einfluss den "wir" haben durfte es immer noch sein, andere zum Nachdenken an zu regen.
    Dein Engagement in Ecuador hingegen ist "direct action", und viel höher zu bewerten!

    Ich an deiner Stelle würde versuchen dort "AVAP" (as vegan as possible) zu leben, ohne "die Mission" zu gefährden.
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Gast am Mo Feb 18, 2013 8:33 am

    Ja schon klar Chris, dass ich die Entscheidung treffen muss, aber ich frag ganz gerne andere Leute um ihre Meinung da die oft Aspekte mit einbringen auf die ich nicht gedacht habe.

    Und Malte - da sehe ich meinen Punkt schon anders. Ich verschaffe mir keinen Vorteil davon, dort vegan oder nicht vegan zu leben, mir geht es rein um den Respekt diesen Menschen gegenüber. Menschen in einem dritten Welt Staat, die stolz sind wenn sie es sich leisten können ein tierisches Produkt zu servieren, für die das ganz was besonderes ist. Ich stells mir so ähnlich vor, wie wenn jemand kommen würde, ich biete dem ein Auto an und er sagt Ne, danke, zuhause haben wirs nicht not selbst mit dem Auto zu fahren. Ich fühlte mich vor den Kopf gestoßen und würde diesen Menschen als extrem arrogant empfinden. Und ein weiterer großer Aspekt - muss ich diesen Leuten dort wirklich vor den Kopf knallen, wie gut es uns hier geht? So gut, dass wir wählen können,....

    Aber andererseits - kann ich mich am Abend in den Spiegel sehen wenn ich heute ein Tier ausgebeutet habe? Ach soooo mühsam. Ich glaub ich werds einfach spontan entscheiden.

    Aja - dass ich vegan lebe hab ich natürlich schon mitgeteilt ;-)
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  VegT am Mo Feb 18, 2013 8:59 pm

    Sowas sollte man situativ entscheiden, wie das zwischenmenschlich aufgenommen wird hängt von so vielen Faktoren ab.

    Für mich ist aber jemand der in solchen Situationen mal zu tierlichen Produkten greift keineswegs ein schlechter Veganer. Der Veganismus ist für mich eine praktische Ethik und so verlockend "no compromise" auch fürs Ego oder zur Wahrung der Widerspruchsfreiheit sein mag - es gibt Situationen in denen man meiner Ansicht nach mit Kompromissbereitschaft mehr erreichen kann. Das ist natürlich ein schmaler Grat und dafür gibts kein Patentrezept. Vielleicht wäre die Familie zutiefst gekränkt und du die dekadente Westlerin, vielleicht wäre sie aber auch total offen und froh wenn sie sich das Geld für tierliche Produkte sparen können und du happy bist. Das kann niemand hier niemand wissen oder entscheiden und selbst vor Ort besteht die Gefahr, dass man falsch liegt.

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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Sonne am Di Feb 19, 2013 4:35 am

    Hi Lene,

    hatte/habe eine ähnliche Situation. War in Algerien, noch als Vegetarierin und bei der Einladung hat die Hausherrin eigens geschlachtetes Hühnchen servierte (es war auch noch ein Geschäftskontakt von meinem Freund). In vielen Ländern ist es so, das solche Gesten wesentlich höher bewertet werden als bei uns. Daher ist eine Ablehnung ein Schmach... undenkbar und beleidigend. Wie das in Equador ist, weiß ich allerdings nicht.

    Dazu kommt, dass viele gar kein Verständnis davon haben, was als gedanklicher Unterbau hinter der Entscheidung steht. In Algerien beispielsweise gibt es sehr wenige Vegetarierinnen. Und die machen das aus Schönheitsgründen (laut Erklärungen der Gastfamilie).

    Ich würde es versuchen mich mit einer gesundheitlichen Begründung zu rechtfertigen. Es ist für uns schwer vorstellbar, dass unsere ethischen Begründungsmuster nicht verstanden oder nachvollzogen werden können. Aber so ist es in manchen Kulturkreisen eben. Es ist so ähnlich wie mit der Töchtertötung in Indien oder der Beschneidung von Mädchen in Afrika. Es ist für uns auch kaum nachvollziehbar warum dies geschieht. Ohne das vergleichen zu wollen, würde ich aber sagen, dass diese Beispiele die unterschiedlichen "Kulturlogiken" und -verständnisse verdeutlicht. Und nein, man tut den Menschen dort keinen Gefallen, indem man versucht "es ihnen zu erklären". Dazu kommt die Sprachbarriere. Du hast schon erwähnt, das "die Wahl haben" eine Sache des Luxus ist. Daher stellt sich diese ethische Frage auch für viele Menschen gar nicht. (Individualisierung und Identitätsgenerierung durch Nahrung ist ein postmodernes Phänomen in der "westlichen" Welt). Indirekte Kritik an der heimischen Küche könnte auch als Angriff verstanden werden (im Rahmen der Küche als Ethnoküche). Auf jeden Fall macht einen Ablehnung der örtlichen Gegebenheiten nicht gerade beliebt.

    Persönlich bin ich auch der Ansicht, dass bei noch frischen Kontakten und Bekanntschaften es schwierig ist über ethische Normen zu sprechen. Es kann anders sein, muss aber nicht.
    Ich persönlich gehe davon aus, dass ich als Veganerin in Algerien nicht durchkomme. Keinesfalls. Ganz einfach, weil ich dann gar nichts mehr essen kann. Salat gibt es nur in (teuren) europäischen Restaurants. Die algerische Küche ist fleischlastig. Gemüse gibts zwar auch, aber in Fleischbrühe mit Fleisch natürlich.

    Auf Mahlzeiten, auf die du Einfluss hast, da kannst du ja im Rahmen der Möglichkeiten vegan kochen wie du möchtest. Als Pragmatikerin würde ich persönlich jedoch eben nicht den Veganismus über alles stellen. Meine liberale Haltung beschert mir allerdings auch öfter Schelte innerhalb der vegan community. Ist nur meine Meinung, von einer, die die Situation schon hatte.

    http://sceptics.wordpress.com/2012/08/19/gedanken-in-den-grauzonen/
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Gast am Di Feb 19, 2013 6:56 am

    Vielen lieben Dank für eure Antworten! Haben mir echt schon weitergeholfen.

    Eins muss ich aber ganz klar sagen - Tiere werde ich nicht essen. Da sag ich ich bin Fleischallergiker oder what ever aber es kommt nichts totes in mich.
    Da Südamerikaner Gott sei Dank zu den 70% der Menschheit zählen die größtenteils laktoseintolerant sind wird sich auch dieser Punkt recht leicht umgehen lassen. Nur die Sache mit den Eiern,...
    Naja, werd das wohl eher spontan entscheiden ;-)
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Sonne am Di Feb 19, 2013 7:41 am

    Ich hab auch vor es mindestens vegetarisch durchzuziehen. Finde es aber gut, dass du dir im Vorfeld darüber Gedanken machst. Auch wenn es meistens anders kommt als gedacht. Wink
    Bei mir war das Hühnchen eine echte Überrumpelung und ich hab auch erst im Nachhinein mit meinem Freund dann absprechen können, wie wir in einem neuen ähnlichen Fall vorgehen könnten. Hätte ich vielleicht auch vorher schon machen sollen. Da hatte ich aber gar nicht dran gedacht...
    Bin jedenfalls sehr gespannt, was du berichten wirst. Nicht nur von der Vegan-Sache. Wink
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Gast am Di Feb 19, 2013 8:35 am

    Ich bin auch schon sooo gespannt! Dauert nur leider noch eeeewig ;-) Aber ich freu mich schon sooo aufs Äffchen kuscheln *ggggg*
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  lukas am Do Feb 28, 2013 9:13 am

    chris schrieb:ich würde niemenanden hier um eine meinung bitten oder so eine entscheidung treffen lassen. du hast dich doch schon entschieden. steh zu dir selbst und beantworte deine fragen/bedenken im gespräch mit dir.

    das ist nicht negativ-kritisch oder von oben herab gemeint!


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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Varunara am So Jun 02, 2013 8:55 am

    Es gibt da nen Vegan Passport der in allen, oder sehr vielen Sprachen erklärt was Vegan bedeutet oder was solche Menschen essen.
    Einfach mal im inet eingeben gibts sehr einfach zu kaufen.
    Bei mir hats immer gut geklappt.

    Liebe Grüße

    Varunara

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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Gorilla am Di Jun 18, 2013 8:01 pm

    Interessanter Beitrag, wenn auch schon etwas älter.
    Die Frage die sich mir stellt:
    Du denkst viel über Respekt gegenüber deinen Gasteltern nach. Aber wie ist es umgekehrt?
    Wenn jemand aus religiösen Gründen etwas nicht Essen will oder darf, ist das meist okay. Aus ethischer Sicht, wird das dann als "Luxus" gesehen.
    Deine Gasteltern kränken dich auch, wenn sie dir totes Tier anbieten oder gar ein Tier "für dich" töten.
    Schon interessant, daß du die "Gefühle" anderer über deine Eigenen stellt.

    Das mit dem Spiegel und in die Augen schauen, ist schon ein interessanter Punkt.
    Ich bin der Meinung, daß man zu seinen Überzeugungen stehen muss. Und wenn sich jemand dadurch gekränkt fühlt, ist es sein Problem. Jetzt mal überspitzt formuliert. Wenn jemand mit dir Sex haben will und du nicht, kannst du doch nicht "ja" sagen, um seine Gefühle nicht zu verletzten.
    So ist es doch auch mit Fleisch und Eier, die für dich wahrscheinlich ekelhaft sind. Warum solltest du deinen Körper so etwas zumuten, nur weil jemand das kulturell oder sonstwie nicht nachvollziehen kann?

    Deine Unversehrtheit steht an erster Stelle. Und Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen, egal welche traditionellen Geflogenheiten vorherrschen.
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  xeper am Mi Jun 19, 2013 1:08 am

    Schöner Beitrag. Besonders der letzte Satz. So sehe ich das auch.
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Sonne am So Jun 23, 2013 12:24 am

    Gorilla schrieb:
    So ist es doch auch mit Fleisch und Eier, die für dich wahrscheinlich ekelhaft sind. Warum solltest du deinen Körper so etwas zumuten, nur weil jemand das kulturell oder sonstwie nicht nachvollziehen kann?

    Auch überspitzt geantwortet: Weil du dann deine Job-Mission nicht erfüllt hast und ein Millionenauftrag nicht zustande kommt. Das ist zumindest häufig die Rahmung auf Geschäftsreisen.

    Zum Rest: Natürlich bin ich mir sicher, dass niemand einem Fleisch "aufzwingt", wenn er um deine Situation und Einstellung weis. Das hab ich zumindest noch nie so erfahren. Allerdings ist es einfach nicht so, dass man immer weiß, wo man hinkommt und die Gegenseite auch nicht weiß, wie du zu so einem Thema stehst. Zumindest war das die Situation, die ich oben beschrieben habe.

    Aber wir werden sehen, was Lene erlebt hat.
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Gast am Di Nov 05, 2013 7:48 pm

    So, bin zurück aus Ecuador und muss sagen dass ich ehrlich positiv überrascht war.

    Ohne Fleisch zu leben ist mal gar kein Problem, Fleisch ist teuer und wird nicht so viel gegessen wie bei uns. Milch wird auch nicht annähernd in dem Ausmaß verwendet wie hier, liegt sicher auch daran, dass über 70% der Menschen da laktoseintolerant sind. Es war somit absolut kein Problem Sojamilch etc. zu bekommen, sogar Sojasahne gabs, 1 Liter um 0,65 Dollarcent. Man wird auch nicht komisch angesehen wenn man Kaffee mit Sojamilch oder so bestellt, Butter gibts sogut wie keine, oder sagen wir so, auf 15 Sorten Margarine (ohne Milchzusatz) kommt 1 Sorte Butter. Das Einzige was im wirklich großen Stil gegessen wird sind Eier. Da muss man ein bisschen aufpassen, mir ist es ein paar Mal passiert dass ich ein Gericht "sin Carne" - ohne Fleisch - bestellt habe und dann anstatt dessen 2 Spiegeleier drauf hatte. Kein Problem, das nächste Mal bestellt man eben ohne Fleisch und ohne Eier und dann passts auch.

    Einmal bin ich absichtlich unvegan geworden, bin auf den Cotopaxi rauf, auf ca. 4600 Meter gings mir echt mies, dann hat mir ein Schweizer weiße Schoko gegeben, dann gings mir echt wesentlich besser. Schoko gibts dort nicht so wie bei uns, also Tafeln hast du vielleicht 3 verschiedene in einem Supermarkt. Solltet ihr also mal vorhaben in so einem Land einen Berg zu besteigen nehmt euch Schoki von zhaus mit ;-)
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  NazgShakh am Di Nov 05, 2013 8:40 pm

    LeneS schrieb:Da muss man ein bisschen aufpassen, mir ist es ein paar Mal passiert dass ich ein Gericht "sin Carne" - ohne Fleisch - bestellt habe und dann anstatt dessen 2 Spiegeleier drauf hatte. Kein Problem, das nächste Mal bestellt man eben ohne Fleisch und ohne Eier und dann passts auch.
    Hast du das dann gegessen oder zurückgehen lassen? In der Frage schwingt garantiert keine Wertung mit, interessiert mich nur.
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Gast am Mi Nov 06, 2013 12:47 am

    Zurück gehen lassen wäre garantiert auf massives Unverständniss gestossen, schon alleine weil ich ja nicht "ohne Ei" gesagt hab. Und vermutlich dachten die, ich könnte mir kein Fleisch leisten, also war das - meiner Meinung nach - als äußerst freundliche Geste anzusehen. Hab daher einfach mit der Nachbarin gegen herrliche "Patata de china" getauscht ;-)
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Sonne am Mi Nov 06, 2013 1:45 am

    Hi Lene,
    schön von dir zu lesen. Smile 
    Tauschen ist immer eine gute Lösung, falls das bei einzelnen Komponenten geht. So Bestellfehler passieren mir auch immer wieder mal. Ich hab mal "Auberginen gefüllt ohne Käsesoße" (war so auf der Karte) bestellt und bekam dann über und über mit Sahnesauce kontaminierte Auberginen. Hätte einfach sagen sollen "ohne Soße", statt "ohne die Käsesoße". confused 
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Amir am Mi Nov 06, 2013 2:54 am

    LeneS schrieb:Einmal bin ich absichtlich unvegan geworden, bin auf den Cotopaxi rauf, auf ca. 4600 Meter gings mir echt mies, dann hat mir ein Schweizer weiße Schoko gegeben, dann gings mir echt wesentlich besser. Schoko gibts dort nicht so wie bei uns, also Tafeln hast du vielleicht 3 verschiedene in einem Supermarkt. Solltet ihr also mal vorhaben in so einem Land einen Berg zu besteigen nehmt euch Schoki von zhaus mit ;-)
    Und das in einem Land, das soviel Kakao produziert. Wird wohl fast alles exportiert.
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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

    Beitrag  Ottomane am Mi Nov 06, 2013 4:09 am

    Amir schrieb:
    LeneS schrieb:Einmal bin ich absichtlich unvegan geworden, bin auf den Cotopaxi rauf, auf ca. 4600 Meter gings mir echt mies, dann hat mir ein Schweizer weiße Schoko gegeben, dann gings mir echt wesentlich besser. Schoko gibts dort nicht so wie bei uns, also Tafeln hast du vielleicht 3 verschiedene in einem Supermarkt. Solltet ihr also mal vorhaben in so einem Land einen Berg zu besteigen nehmt euch Schoki von zhaus mit ;-)
    Und das in einem Land, das soviel Kakao produziert. Wird wohl fast alles exportiert.
    Globalisierung; Muss man kerngesund sein.

    Außer da schwimmt was unbekanntes, kulturelles mit, aber wer zum Henker sollte keine Schokolade mögen scratch

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    Re: Ist es ethisch immer vertretbar, vegan zu leben?

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